Finanzvermögen ist 2025 um 1,7 Milliarden Euro gesunken
Die Gemeinden und Gemeindeverbände in Baden-Württemberg verfügten zum Jahresende 2025 über ein Finanzvermögen von insgesamt 31 Milliarden Euro. Wie das Statistische Landesamt Baden-Württemberg mitteilt, waren das 1,7 Milliarden Euro beziehungsweise 5,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Umgerechnet auf die Bevölkerung entsprach das zum Stichtag 31. Dezember 2025 einem durchschnittlichen Finanzvermögen von 2.760 Euro je Einwohnerin und Einwohner.
Beim Finanzvermögen geht es nicht nur um Geld, das auf den Konten der Kommunen liegt. Dazu zählen verschiedene finanzielle Vermögenswerte der Kernhaushalte von Gemeinden und Gemeindeverbänden gegenüber dem öffentlichen und nicht-öffentlichen Bereich. Den größten Einzelposten bildeten Ende 2025 Bargeld und Einlagen mit einem Gesamtwert von 10 Milliarden Euro.
Beteiligungen sind ebenfalls ein wichtiger Teil des Vermögens
Die zweitgrößte Position waren sogenannte Anteilsrechte mit einem Wert von 8,8 Milliarden Euro. Dabei handelt es sich beispielsweise um Beteiligungen der Kommunen an Unternehmen und Einrichtungen. Hinzu kamen Ausleihungen in Höhe von insgesamt 5 Milliarden Euro sowie Wertpapiere im Wert von 2,9 Milliarden Euro.
Weitere 4,3 Milliarden Euro entfielen auf sonstige Forderungen. Dazu gehört Geld, auf das die Gemeinden und Gemeindeverbände zwar Anspruch haben, das ihnen zum jeweiligen Stichtag aber noch nicht zugeflossen ist. Solche Forderungen können beispielsweise durch noch ausstehende Gebühren, Beiträge oder Steuern entstehen.
Größter Anteil entfällt auf die kreisangehörigen Gemeinden
Von den insgesamt 31 Milliarden Euro Finanzvermögen entfielen 18,3 Milliarden Euro auf die kreisangehörigen Gemeinden. Damit verfügten sie über 59,1 Prozent des gesamten kommunalen Finanzvermögens. Weitere 9,2 Milliarden Euro beziehungsweise 29,8 Prozent entfielen auf die Stadtkreise. Die Landkreise kamen zusammen auf 3,5 Milliarden Euro beziehungsweise 11,2 Prozent.
Ein anderes Bild ergibt sich, wenn das Vermögen auf die jeweilige Einwohnerzahl umgerechnet wird. Bei den Stadtkreisen lag das Finanzvermögen Ende 2025 im Durchschnitt bei 4.432 Euro pro Kopf. Die kreisangehörigen Gemeinden kamen auf 2.001 Euro je Einwohnerin und Einwohner. Bei den Landkreisen waren es durchschnittlich 379 Euro pro Kopf.
Stuttgart liegt deutlich über den anderen Stadtkreisen
Auch zwischen den einzelnen Stadtkreisen gibt es deutliche Unterschiede. Die Landeshauptstadt Stuttgart, die als einziger Stadtkreis Baden-Württembergs mehr als 500.000 Einwohnerinnen und Einwohner hat, kam auf ein Finanzvermögen von 8.428 Euro pro Kopf.
In den Stadtkreisen mit 200.000 bis unter 500.000 Einwohnerinnen und Einwohnern lag der Durchschnitt dagegen bei 2.371 Euro pro Kopf. Stadtkreise mit weniger als 200.000 Einwohnerinnen und Einwohnern verfügten im Durchschnitt über ein Finanzvermögen von 3.349 Euro je Einwohnerin und Einwohner.
Ein Grund für den besonders hohen Wert in Stuttgart sind die umfangreichen Beteiligungen der Landeshauptstadt an Unternehmen und Einrichtungen. Allein die Anteilsrechte hatten einen Wert von etwas mehr als 2 Milliarden Euro. Das entsprach 3.563 Euro je Einwohnerin und Einwohner und lag damit deutlich über dem Durchschnitt.













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