Zwischen Laub und Dämmerung
Das Kreisforstamt des Rhein-Neckar-Kreises macht ab sofort auf die verborgenen Bewohner heimischer Wälder aufmerksam. Den Auftakt einer neuen Serie bildet die Waldschnepfe, ein scheuer Bodenbrüter, der derzeit aus seinen Winterquartieren in die Brutregionen zurückkehrt. Wie Revierleiter Thomas Glasbrenner aus dem Kraichgau berichtet, sind die taubengroßen Vögel aufgrund ihrer Tarnfärbung im Laub kaum zu entdecken und meist erst wahrnehmbar, wenn sie unmittelbar vor Spaziergängern auffliegen.
Besonders aktiv werden die Tiere während der Balzzeit in der Dämmerung, dem sogenannten „Schnepfenstrich“. Da die Vögel ihre Nester am Boden errichten, appelliert das Forstamt eindringlich an Waldbesucher, Hunde während der Brutzeit bis Juli nicht frei laufen zu lassen. Um den Bestand der auf 1.900 bis 4.900 Tiere in Baden-Württemberg geschätzten Population zu sichern, setzt der Rhein-Neckar-Kreis weiterhin auf eine naturnahe Bewirtschaftung strukturreicher Mischwälder. Monitoring-Projekte der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt sollen zudem helfen, die genauen Vorkommen der heimlichen Waldschnepfen besser zu erfassen.
Nähere Informationen zur Waldschnepfe, zum Monitoring der FVA und Hörbeispiele der Balzrufe finden Interessierte unter:
https://www.wildtierportal-bw.de/de/frontend/product/detail?productId=59














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