In Walldorf wurden Anfang September Ladekabel von E-Ladesäulen abgeschnitten und geklaut. Betroffen waren die drei Ladesäulen auf dem Parkplatz in der Hauptstraße, wo insgesamt sechs dicke Kabel abgeschnitten und mitgenommen wurden. Der Betreiber, der Mannheimer Energieversorger MVV, wurde eigenen Angaben zufolge zum ersten Mal von solchen Vorfällen getroffen.
Das Abschneiden und entwenden von Ladekabeln an Säulen nimmt bundesweit zu. Ladepark-Betreiber berichten, dass die Täter es meist auf das enthaltene Kupfer abgesehen haben. Pro Kabel können das zwischen vier und zehn Kilogramm sein, was im Schrotthandel etwa acht Euro pro Kilo einbringt. Der Schaden gehe jedoch weit über den Materialwert hinaus und betrage pro Vorfall zwischen 5.000 und 8.000 Euro.
Die Taten lassen auf ein bandenmäßiges Vorgehen schließen. Die MVV arbeite nun daran, die Sicherheit an den Ladestationen zu erhöhen, um solche Diebstähle in Zukunft zu verhindern. Man prüfe unter anderem den Einsatz von Videoüberwachung und verbesserte Beleuchtung.
Andere Unternehmen setzen bereits auf spezielle Tinte in den Kabeln, die bei einem Diebstahl austritt und Hände sowie Kleidung der Täter einfärbt.















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