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Lancia-Duo holt den Gesamtsieg der 30. Heidelberg Historic

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Lancia-Duo holt den Gesamtsieg der 30. Heidelberg Historic
Quelle: ADAC Nordbaden/Simon Beha

Die 30. ADAC Heidelberg Historic führte historische Fahrzeuge über 540 Kilometer durch Nordbaden. Tausende Menschen säumten die Strecke, Rallye-Legenden waren mit dabei. Und am Ende ging der Gesamtsieg in die Schweiz.

Als am Samstagabend kurz nach 19 Uhr die letzten Oldtimer das Ziel erreichten, lagen zwei ereignisreiche Tage hinter den Teilnehmern der ADAC Heidelberg Historic. Zum 30. Mal hatte die traditionsreiche Veranstaltung historische Fahrzeuge auf die Straßen rund um Heidelberg, durch den Kraichgau, entlang des Neckars und durch den Odenwald geschickt.

Bei hochsommerlichen Temperaturen wurde das rollende Automobilmuseum in den Städten und Gemeinden entlang der Strecke von Tausenden Zuschauerinnen und Zuschauern empfangen. Dreh- und Angelpunkt der Veranstaltung war wie gewohnt das Technik Museum Sinsheim.

Den Gesamtsieg in der sportlichen Wertung sicherten sich Stefano und Susanna Ginesi aus Wettingen in der Schweiz. Sie waren mit einem Lancia Fulvia 1.3 HF Rallye aus dem Jahr 1968 und der Startnummer 33 unterwegs.

Eine Rallye-Ikone im Teilnehmerfeld

Zu den besonderen Gästen der Jubiläumsausgabe gehörte Oda Dencker-Andersen. Die Rallye-Ikone der 1970er-Jahre nahm gemeinsam mit ihrem Ehemann Peter Lippmann teil und stiftete außerdem einen Preis für die Siegerehrung.

Das Ehepaar startete in einem originalen Irmscher Opel Commodore GSE aus dem Jahr 1972. Mit genau diesem Fahrzeug war Rallye-Weltmeister Walter Röhrl 1973 bei der Rallye Monte Carlo angetreten.

540 Kilometer durch die Region

Die Strecke war auf zwei Tagesetappen verteilt. Am Freitag legten die Teams 267 Kilometer zurück, am Samstag folgten weitere 273 Kilometer. Insgesamt standen 13 Durchfahrtskontrollen, zehn Zeitkontrollen und 17 Wertungsprüfungen auf dem Programm.

Zu den bekannten Höhepunkten gehörten erneut die Wertungsprüfung auf dem Rundkurs in Spechbach sowie die Fahrt über die Alte Brücke und den Marktplatz in Heidelberg.

Zum Jubiläum kamen jedoch auch neue Stationen hinzu. Durchfahrtskontrollen gab es unter anderem auf dem Weinheimer Marktplatz, in Eppingen und am Wasserturm in Eppelheim. Auch dort steht ein Jubiläum bevor: Der Wasserturm feiert 2026 und 2027 seinen 120. Geburtstag.

Fähnchen, Autogramme und ein mobiler Pool

Ganz gleich, ob die Fahrzeuge bekannte oder neue Orte passierten: Die Begeisterung entlang der Strecke war überall deutlich zu spüren. Kinder, Erwachsene und ganze Gruppen warteten an den Straßen, um die historischen Fahrzeuge zu sehen.

Eine Kindergartengruppe begrüßte die Teams mit Heidelberg-Historic-Fähnchen. In Spechbach warteten junge Autogrammjäger geduldig auf Fahrer und Beifahrer und ließen Bilder in ihren Rallyejournalen unterschreiben.

An anderen Stellen hatten sich Zuschauer mit Campingausrüstung an der Landstraße eingerichtet. Sogar ein „mobiler Swimmingpool“ auf der Ladefläche eines Fahrzeugs wurde entlang der Strecke gesichtet.

„So eine Begeisterung gibt es sonst nur in Italien“

Roger Suter erlebte die Heidelberg Historic in diesem Jahr bereits zum 15. Mal. Gemeinsam mit seinem Beifahrer Volker Göbel nahm der Schweizer erneut in einem Aston Martin Le Mans aus dem Jahr 1933 teil.

„Wir kommen immer gerne wieder hierher. Die schönen Fahrzeuge, die Strecke, die Stimmung bei den Teams, aber vor allem auch entlang der Route sind einfach jedes Mal toll“, sagte Suter.

Bei der Frage nach den besonderen Momenten der Jubiläumsausgabe mussten die beiden nicht lange überlegen: „Ganz klar natürlich Spechbach, das ist schon immer wahnsinnig. Aber auch die Menschen und die Stimmung in Heidelberg oder die Kindergartengruppen an der Straße, die jubelten und Unterschriften sammelten, waren ganz besonders. So eine Begeisterung gibt es sonst nur in Italien!“

Helfer der ersten Stunde ausgezeichnet

Beim Galaabend am Samstag wurde außerdem die Kuno-Hug-Medaille für außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement verliehen. Die nach dem „Vater der Heidelberg Historic“ benannte Auszeichnung ging an Werner Amend.

Der Gondelsheimer war bei der Jubiläumsausgabe ebenfalls zum 30. Mal als ehrenamtlicher Helfer im Einsatz und gehört damit zu den Helfern der ersten Stunde.

„Dieses ehrenamtliche Engagement über drei Jahrzehnte hinweg ist bewundernswert und verdient meinen größten Respekt“, sagte Dr. Heino Albering in seiner Laudatio. Im Namen des gesamten Teams dankte er Amend für seinen Einsatz: „Menschen wie Sie machen eine Veranstaltung wie die ADAC Heidelberg Historic erst möglich – vor allem aber auch besonders.“

Die Ergebnislisten der einzelnen Wertungsklassen sind auf der Internetseite der ADAC Heidelberg Historic veröffentlicht.

Redaktion
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