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Landwirtschaft wird wieder genau gezählt

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Landwirtschaft wird wieder genau gezählt
©Julian Buchner

Neue Agrarstrukturerhebung startet 2026

Im Jahr 2026 führt das Statistisches Landesamt Baden-Württemberg erneut eine Agrarstrukturerhebung durch. Diese Erhebung folgt auf die letzte Untersuchung aus dem Jahr 2023 und dient dazu, aktuelle Daten über die Landwirtschaft im Land zu gewinnen. Um den Aufwand für die Betriebe gering zu halten, wird die Erhebung diesmal als Stichprobe durchgeführt und mit vorhandenen Verwaltungsdaten ergänzt. Befragt wird nur etwa ein Viertel der rund 37.000 landwirtschaftlichen Betriebe in Baden-Württemberg. Die ausgewählten Betriebe erhalten ab Ende Februar Post mit allen wichtigen Informationen zum Online-Fragebogen.

Wozu die Daten gebraucht werden

Die Agrarstrukturerhebung liefert wichtige und vergleichbare Informationen für alle Staaten der Europäischen Union. Die Ergebnisse bilden eine Grundlage für Entscheidungen in der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik. Gleichzeitig helfen sie dabei, den Strukturwandel in der Landwirtschaft besser zu verstehen. So zeigen frühere Erhebungen, dass die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe zwischen 2020 und 2023 um etwa vier Prozent zurückging, während die Zahl der ökologisch wirtschaftenden Betriebe im gleichen Zeitraum zunahm. Solche Entwicklungen lassen sich mit aktuellen Daten genauer beobachten und einordnen.

Unterstützung für die Betriebe

Damit die Betriebe die Fragen gut beantworten können, bietet das Statistische Landesamt während der Erhebungsphase Unterstützung an. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen an Werktagen telefonisch für Auskünfte und Hilfestellungen zur Verfügung. Dies gilt sowohl für inhaltliche Fragen als auch für den Umgang mit dem elektronischen Meldeverfahren.

Welche Themen abgefragt werden

Der Fragebogen umfasst viele bekannte Themen aus der Agrarstatistik. Dazu gehören Angaben zum Ackerbau, zu Tierbeständen, zum Ökolandbau, zu den Arbeitskräften sowie zu Eigentums- und Pachtverhältnissen. Wie bereits bei der Landwirtschaftszählung 2020 werden auch Details zu den Haltungsverfahren von Rindern, Schweinen und Legehennen erhoben. Zusätzlich werden Informationen zur Lagerung und Ausbringung von Wirtschaftsdüngern abgefragt.

Neue Schwerpunkte der Erhebung

Neu sind Fragen zum Alter und zur Düngung von Grünlandflächen. Außerdem werden Daten zu Rebflächen erfasst. Um die Betriebe zu entlasten, greift das Statistische Landesamt hierbei auf bereits vorhandene Angaben aus der Weinbaukartei zurück, sodass nicht alle Informationen erneut gemeldet werden müssen.

Einordnung der Erhebung

Die Agrarstrukturerhebung ist Teil eines festen Erhebungsrhythmus. Eine umfassende Landwirtschaftszählung findet alle zehn Jahre statt, zuletzt im Jahr 2020 und das nächste Mal im Jahr 2030. Dazwischen werden etwa alle drei Jahre repräsentative Agrarstrukturerhebungen durchgeführt. Dieses Vorgehen ist europaweit einheitlich geregelt und stellt sicher, dass die Daten zwischen den EU-Mitgliedstaaten vergleichbar sind.

Redaktion
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