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Laubwertholz-Submission Merchingen: Eiche aus Haßmersheim erzielt beeindruckendes Ergebnis

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Laubwertholz-Submission Merchingen: Eiche aus Haßmersheim erzielt beeindruckendes Ergebnis
© GEMEINDE

Einen guten Riecher hatte Forstrevierleiter Marquardt vom Landratsamt bei der Entscheidung, eine Eiche aus dem Distrikt Seerain auf den Submissionsplatz der Forstliche Vereinigung Odenwald-Bauland (FVOB) in Merchingen zu legen. Jährlich bietet die FVOB dort die wertvollsten Laubhölzer von den Waldbesitzern aus der Region an, für die Kaufgebote abgegeben werden können. Dieses Jahr wurden 506 Festmeter angeboten. Der Stamm aus Haßmersheim erbrachte einen beachtlichen Gesamterlös von 4.805€ und zählt somit zu den bestbezahlten Eichen aus dem Kreis. Noch überboten wurde sie von einigen Stämmen aus den Nachbarlandkreisen, was jedoch die Freude bei Bürgermeister Ernst und Forstingenieur Marquardt nicht trübte. „Toll, dass wir hier als Gemeinde mit einer überschaubaren Waldfläche von etwa 300 ha vorne mitspielen können“, zeigt sich Bürgermeister Ernst beeindruckt.

„Das Lob gebührt natürlich nicht nur mir“, weiß Forstrevierleiter Marquardt, „sondern auch den Förstergenerationen vor mir, die den Baum so gefördert haben, dass wir heute ein qualitativ hochwertigen Stamm daraus gewinnen können.“

Gute Holzqualitäten zu erzeugen und den richtigen Zeitpunkt der Entnahme der Stämme zu bestimmen ist eine von vielen Aufgaben einer Forstrevierleiterin oder eines Forstrevierleiters. Doch nicht alle alten Eichen gehen in den Verkauf. Belange vom Naturschutz haben im Gemeindewald einen ebenso hohen Stellenwert wie wirtschaftliche Ziele. So hat sich die Gemeinde Haßmersheim bereits seit vielen Jahren einem Alt- und Totholzkonzept verschrieben, bei dem Habitatbaumgruppen und Waldrefugien ausgewiesen werden. Dies trägt zur Stärkung der Biodiversität bei. Mittelalte und alte Bäume mit besonderen Strukturen verbleiben dabei bis zum natürlichen Absterben auf der Fläche und werden nicht wirtschaftlich genutzt. Sie bieten Lebensräume für seltene alt- und totholzbewohnende Pflanzen und Tiere und erhöhen die Artenvielfalt. „Hierzu wählt man dann nicht die Bäume mit Wertholzcharakter, denn die Qualitätskriterien für die Holzverarbeitung sind für Vögel, Käfer oder Moose nicht von Bedeutung“, berichtet Marquardt. „So setzen wir beides um– Holznutzung und Naturschutz.“

Redaktion
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