Wie viele Schülerinnen und Schüler eine berufliche Schule besuchen
Im Schuljahr 2025/26 besuchen rund 355.500 Schülerinnen und Schüler eine berufliche Schule in Baden-Württemberg. Insgesamt gibt es 514 solcher Schulen im Zuständigkeitsbereich des Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg.
Im Vergleich zum Schuljahr 2024/25 ist die Zahl leicht gesunken. Der Rückgang beträgt etwas mehr als 200 Schülerinnen und Schüler, was einem Minus von 0,1 Prozent entspricht. Die Zahlen stammen aus der amtlichen Schulstatistik und wurden vom Statistisches Landesamt Baden-Württemberg veröffentlicht.
Der größte Teil der Jugendlichen besucht eine öffentliche Schule. Rund 318.700 Schülerinnen und Schüler lernen an staatlichen beruflichen Schulen. Das entspricht einem Anteil von 89,6 Prozent. Etwa 36.800 Schülerinnen und Schüler, also 10,4 Prozent, besuchen eine private berufliche Schule.
Teilzeit-Berufsschulen bleiben die größte Schulart
Die mit Abstand größte Schulart sind die Teilzeit-Berufsschulen. Dort lernen Schülerinnen und Schüler, die gleichzeitig eine Ausbildung in einem Betrieb machen. Im aktuellen Schuljahr besuchen rund 175.600 Jugendliche eine solche Schule.
Die Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr um etwa 700 gesunken. Das entspricht einem Rückgang von 0,4 Prozent.
Auch andere Schularten verzeichnen weniger Schülerinnen und Schüler. An den beruflichen Gymnasien sank die Zahl um rund 800 auf minus 1,4 Prozent. An den Fachschulen ging die Zahl um etwa 200 Schülerinnen und Schüler zurück, was einem Minus von 1,6 Prozent entspricht. Damit setzt sich ein Trend fort, der bereits in den vergangenen Jahren zu beobachten war.
Mehr Schülerinnen und Schüler an Berufskollegs und Berufsfachschulen
Während einige Schularten weniger Schülerinnen und Schüler haben, gibt es an anderen mehr. So ist die Zahl an den Berufskollegs gestiegen. Dort lernen nun rund 900 Schülerinnen und Schüler mehr als im Vorjahr. Das entspricht einem Zuwachs von 1,6 Prozent.
Auch die Berufsfachschulen verzeichnen einen deutlichen Anstieg. Dort gibt es etwa 1.100 Schülerinnen und Schüler mehr als im Jahr zuvor. Das entspricht einem Plus von 3,0 Prozent.
Veränderungen in der Berufsvorbereitung
Besonders deutlich sind die Veränderungen im Bereich der Berufsvorbereitung. Dabei handelt es sich um Angebote für Jugendliche, die noch keinen Ausbildungsplatz haben oder zusätzliche Unterstützung beim Einstieg ins Berufsleben benötigen.
Im sogenannten Vorqualifizierungsjahr Arbeit/Beruf, kurz VAB, ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler stark gesunken. Sie ging um gut 2.100 zurück und liegt nun bei etwas mehr als 11.300. Das entspricht einem Rückgang von 15,7 Prozent.
Ein Teil dieser Entwicklung hängt mit dem Vorqualifizierungsjahr Arbeit/Beruf mit Schwerpunkt Deutsch zusammen, das oft von Jugendlichen mit geringen Deutschkenntnissen besucht wird. In diesem Bildungsgang sank die Zahl der Teilnehmenden um rund 1.800 auf etwa 7.800. Das entspricht einem Minus von 18,5 Prozent.
Gleichzeitig werden andere Programme ausgebaut. Dazu gehören die Bildungsgänge Ausbildungsvorbereitung und Ausbildungsvorbereitung dual, kurz AV und AVdual. Diese gehören seit dem Schuljahr 2024/25 zur Vollzeit-Berufsschule. Dort stieg die Zahl der Schülerinnen und Schüler um rund 1.600 auf etwa 12.100. Das entspricht einem Zuwachs von 15,5 Prozent.
Die genannten Zahlen sind vorläufige Ergebnisse der Schulstatistik für das Schuljahr 2025/26. Berücksichtigt werden dabei nur öffentliche und private berufliche Schulen, die zum Geschäftsbereich des Kultusministeriums gehören. Schulen aus anderen Verwaltungsbereichen sind in diesen Zahlen nicht enthalten.














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