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LKA-Zugriff in Sinsheim-Rohrbach: Schlag gegen Cyberkriminalität

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LKA-Zugriff in Sinsheim-Rohrbach: Schlag gegen Cyberkriminalität

Hacker verliert die Nerven und verletzt Polizisten

Das Rätselraten um eine Festnahme auf der Rohrbacher Ortsdurchfahrt am Dienstagabend hat ein Ende. Weder der Raubüberfall auf den örtlichen Dönerladen am Montag, noch die Messerattacke am Autohof Kolb am Samstag waren der Grund, warum mehrere Streifenwagen vor Ort waren und ein junger Mann gefesselt auf einem Stuhl vor dem Haus saß. Der Zugriff war eine konzertierte Aktion gegen Cyberkriminalität.

Wie das Landeskriminalamt (LKA) Baden-Württemberg auf Nachfrage unserer Redaktion mitteilt, handelte es sich um einen Durchsuchungseinsatz im Auftrag der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe und deren Cybercrime-Zentrum. Der Vorwurf gegen den erwachsenen Rohrbacher wiegt schwer: Verdacht des Vorbereitens des Ausspähens und Abfangens von Daten. Kurz gesagt: Hier war mutmaßlich ein Hacker oder Datendieb am Werk.

Weitere Einzelheiten zum konkreten Vorwurf macht die Behörde derzeit nicht. Auch zur Frage, ob sich der Verdacht auf bestimmte Deliktsformen wie Phishing, Datendiebstahl oder andere Cyberangriffe bezieht, verweist das LKA auf laufende Ermittlungen und ermittlungstaktische Gründe.

Dass bei dem Einsatz am Dienstag auch ein Rettungswagen parat stehen musste, lag an mangelnder Einsicht vor Ort. Im Verlauf der Hausdurchsuchung verlor der Beschuldigte offenbar die Nerven und leistete massiven Widerstand. Das Ende vom Lied: Sowohl die eingesetzten Polizeibeamten als auch der Mann selbst erlitten leichte Verletzungen.

Die Ermittler aus Stuttgart stellten in den Wohnräumen reihenweise Datenträger sicher, die nun ausgewertet werden. Welche Art von Speichermedien betroffen ist und welche Erkenntnisse sich daraus ergeben könnten, bleibt vorerst offen. Neben den bisherigen Vorwürfen ermittelt die Polizei nun auch noch gegen den Mann wegen der Handgreiflichkeiten gegen die Beamten.

Redaktion
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