Wie viel Beschäftigte im Durchschnitt verdienen
Im Jahr 2025 haben Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Baden-Württemberg im Durchschnitt 50.785 Euro brutto verdient. Das sind die Löhne und Gehälter vor Abzügen wie Steuern und Sozialabgaben.
Nach Angaben des Statistisches Landesamt Baden-Württemberg entspricht das einem Anstieg von 3,6 Prozent im Vergleich zum Jahr 2024. In Euro gerechnet bedeutet das ein Plus von rund 1.790 Euro pro Person.
Zum Vergleich: In ganz Deutschland lag der durchschnittliche Bruttoverdienst bei etwa 48.020 Euro. Dort fiel der Anstieg mit 4,5 Prozent etwas stärker aus als im Südwesten.
Unterschiede zwischen Branchen
Die Höhe der Löhne hängt stark davon ab, in welchem Bereich jemand arbeitet. Besonders deutlich wird das beim Vergleich zwischen Dienstleistungssektor und Produzierendem Gewerbe.
Im Dienstleistungsbereich, dazu gehören zum Beispiel Handel, Pflege oder Verwaltung, stiegen die Löhne 2025 um 4,6 Prozent. Durchschnittlich verdienten Beschäftigte dort rund 45.710 Euro im Jahr. Damit war der Anstieg zwar deutlich, aber etwas schwächer als in den beiden Jahren zuvor.
Im Produzierenden Gewerbe, also zum Beispiel in der Industrie oder im Bau, fiel der Zuwachs mit 2,7 Prozent geringer aus. Dafür liegt das Lohnniveau dort deutlich höher. Im Durchschnitt verdienten Beschäftigte in diesem Bereich rund 63.130 Euro pro Jahr.
Auch bundesweit zeigt sich ein ähnliches Bild: Die Löhne steigen im Dienstleistungsbereich stärker als in der Industrie, obwohl dort weiterhin höhere Durchschnittsverdienste erzielt werden.
Gesamte Lohnsumme steigt
Nicht nur die einzelnen Einkommen sind gestiegen, sondern auch die gesamte Summe aller gezahlten Löhne und Gehälter. Diese sogenannte Bruttolohn- und Gehaltssumme lag im Jahr 2025 in Baden-Württemberg bei 300,9 Milliarden Euro.
Das entspricht einem Anstieg von 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Warum die Löhne insgesamt steigen
Die Zahl der Beschäftigten hat sich im Jahr 2025 kaum verändert. Sie blieb im Vergleich zu 2024 nahezu gleich.
Das bedeutet: Die höhere Gesamtsumme kommt vor allem daher, dass die einzelnen Beschäftigten im Durchschnitt mehr verdient haben, nicht weil deutlich mehr Menschen gearbeitet haben.












Rückmeldung an den Autor?