Schutzmaßnahmen für europäisch bedeutende Vogelarten
Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat den Managementplan für das rund 1.435 Hektar große Vogelschutzgebiet „Schwetzinger und Hockenheimer Hardt“ fertiggestellt. Das Gebiet liegt zwischen Hockenheim und Walldorf im Rhein-Neckar-Kreis und gehört zum europäischen Schutzgebietsnetz Natura 2000. Ziel des Netzwerks ist es, das europäische Naturerbe zu sichern und die Lebensgrundlagen für gefährdete Arten zu erhalten.
Lebensraum für zahlreiche geschützte Vogelarten
Die Schwetzinger und Hockenheimer Hardt zeichnet sich durch lichte Kiefernwälder, Laubwaldbereiche und offene Sanddünen aus. Diese besonderen Landschaftsstrukturen bieten Lebensraum für verschiedene bedrohte Vogelarten wie Ziegenmelker, Heidelerche, Hohltaube, verschiedene Spechtarten, Wespenbussard, Schwarzmilan und Baumfalke. Die Arten sind auf seltene Habitatstrukturen angewiesen, deren Erhalt im Mittelpunkt der Schutzbemühungen steht.
Konkrete Maßnahmen und Fördermöglichkeiten
Im Rahmen der Erstellung des Managementplans wurden für jede relevante Vogelart Schutz- und Entwicklungsziele definiert. Diese wurden in Abstimmung mit Fachverwaltungen, Gemeinden, Forst und Naturschutzvertretern festgelegt. Der Plan enthält konkrete Maßnahmen zur Pflege und zum Erhalt der charakteristischen Lebensräume. Flächeneigentümer und -bewirtschafter können für die Umsetzung dieser Maßnahmen Fördermittel in Anspruch nehmen.
Veröffentlichung und Einsichtnahme
Die endgültige Version des Managementplans wird ab dem 31. Mai 2025 auf der Website der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) bereitgestellt. Zusätzlich liegt der Plan ab Juni 2025 im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis in Sinsheim sowie im Regierungspräsidium Karlsruhe öffentlich zur Einsicht aus. Für die Einsichtnahme wird eine vorherige Terminvereinbarung empfohlen.










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