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Mannheimer Stadtderby im Finale des bfv-Rothaus-Pokal 2025/26

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Mannheimer Stadtderby im Finale des bfv-Rothaus-Pokal 2025/26
Foto: pixabay

Mannheim. In dieser Saison wird der SV Sandhausen seinen Titel im bfv-Rothaus-Pokal nicht verteidigen. Dank eines Kraftakts im Halbfinale sicherte sich der VfR Mannheim das Ticket fürs Endspiel, in dem es zum Stadtderby gegen den SV Waldhof kommen wird.

6:7 n.E. hieß es am Ende des ersten Semifinals im bfv-Rothaus-Pokal 2025/26 nach über 120 Minuten packendem Pokalfight in Sandhausen. Der Titelverteidiger aus der Regionalliga ging gegen den Oberligisten VfR Mannheim in der Nachspielzeit der ersten Hälfte durch Teoman Akmestanli in Führung, doch eine gute Viertelstunde nach Wiederanpfiff egalisierte der Mannheimer Jannik Marx diese mit dem zu diesem Zeitpunkt nicht unverdienten Ausgleich. In der 73. Minute dezimierte sich der SVS durch eine Ampelkarte selbst und rettete sich trotz zunehmenden Gegnerdrucks in die Verlängerung. In dieser musste der amtierende Pokalsieger einen weiteren Platzverweis verkraften, sodass es von nun an mit 9 gegen 11 Mann weiterging. In doppelter Überzahl drängte der VfR auf den Siegtreffer und wähnte sich schon im Finale, als Volkan Rona in der 116. Minute die Mannheimer Führung erzielte. Doch die Sandhäuser kamen nochmal zurück: Yannick Osee besorgte in der fünften Minute der Nachspielzeit das 2:2 für die Hausherren. Es ging also ins Elfmeterschießen, in dem der VfR das bessere Ende für sich hatte, sich das erste Finalticket schnappte und den Titelverteidiger aus dem Wettbewerb warf.

Am vergangenen Samstag empfing der 1. FC Bruchsal (VL) im zweiten Halbfinale den SV Waldhof Mannheim (3. Liga), der sich keine Blöße gab und durch Tore von Terrence Boyd und Sanoussy Ba im ersten Durchgang mit zwei Toren in Führung ging. Kurz nach dem Seitenwechsel verkürzte Jimmy Barton für Bruchsal zwar auf 1:2 (52.), doch ein Doppelschlag von Pokaltorjäger Boyd (54./74.) sorgte für klare Verhältnisse und den Einzug der „Buwe“ ins Finale. Dort kommt es nach dem Überraschungscoup des VfR nun zu einem Mannheimer Stadtderby, das in der Quadratestadt für reichlich Vorfreude sorgt.

Das Endspiel findet wie gewohnt am bundesweiten Finaltag der Amateure am 23. Mai 2026 statt. Der Spielort wird in Abstimmung mit den beiden Finalisten in den nächsten Wochen festgelegt und zeitnah bekanntgegeben. Die Anstoßzeit wird nach dem Feststehen aller Landespokalendspiele folgen.

bfv-Pokal der Junioren: Finaltag beim SV Büchenbronn

Büchenbronn. Bereits zum fünften Mal finden in diesem Jahr die Pokalendspiele der Junioren alle an einem Tag statt: Gespielt werden die Finals der C-Junioren (11 Uhr), B-Junioren (13.30 Uhr) und A-Junioren (16.30 Uhr) am 4. April 2026 auf dem Gelände des SV Büchenbronn im Fußballkreis Pforzheim.

Los geht’s um 11 Uhr mit dem Endspiel der C-Junioren. Dabei treffen Titelverteidiger TSG Hoffenheim (RL) und der Karlsruher SC (OL) aufeinander. Die TSG legte bisher einen wahren Siegeslauf hin und warf den 1. CfR Pforzheim (11:0), den SV Waldhof Mannheim (4:0) und den FC Germania Friedrichstal (5:0) aus dem Wettbewerb, ohne einen einzigen Gegentreffer hinnehmen zu müssen. Die Jungs aus dem Wildpark mussten auf ihrem Weg ins Finale größere Hürden nehmen: So kamen sie über die SpVgg Durlach-Aue erst im Elfmeterschießen weiter, bezwangen im weiteren Verlauf dann die zweite Garde des SV Waldhof (4:2) und den FC-Astoria Walldorf (4:1) aber recht souverän. In der Neuauflage des letztjährigen Endspiels, das damals erst im Elfmeterschießen entschieden wurde, darf also Spannung erwartet werden.

Auch bei den B-Junioren sind die Jungs aus dem Kraichgau gefragt: Diesmal bekommt es die TSG (DFB-Nachwuchsliga) mit dem amtierenden Titelträger SV Sandhausen (DFB-Nachwuchsliga) zu tun, der letztes Jahr am Finaltag der Junioren den KSC im Elfmeterschießen bezwingen konnte. In diesem Jahr mühte sich der SVS nach Verlängerung gegen den SV Waldhof Mannheim 2 ins Viertelfinale, wo er den FC Nöttingen ebenfalls erst in der 20-minütigen Extratime bezwingen konnte. Im Halbfinale gegen den 1. CfR Pforzheim ließen die Hardtwald-Jungs mit einem klaren 4:0 dann keine Zweifel daran, sich das Finalticket sichern zu wollen. Die Gegner aus Hoffenheim starteten mit einem torreichen 4:3 über den SV Schwetzingen in die Pokalsaison, kegelten die KSC-Reserve mit 2:0 aus dem Wettbewerb und ließen im Semifinale den letztjährigen Finalisten des KSC mit 3:1 auch keine Chance. Ob der SVS seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen kann oder die TSG ihn entthront, zeigt sich ab 13.30 Uhr.

Im abschließenden A-Junioren-Finale ab 16.30 Uhr sind die Titelverteidiger ebenfalls am Start: Der SV Waldhof Mannheim (OL) trifft hier auf den Karlsruher SC (DFB-Nachwuchsliga). Das Team von Trainer Martin Stoll bahnte sich mit einem knappen 1:0 gegen Friedrichstal, einem wilden 6:3 gegen den 1. CfR Pforzheim und einem soliden 2:0 bei der SG HD-Kirchheim seinen Weg ins Endspiel. Die „Buwe“ schalteten den VfB Bretten (6:0) ebenso aus wie den SV Sandhausen (3:1) und die TSG Hoffenheim (6:3). Wie wird zum dritten Mal an diesem Tag die „Mission Titelverteidigung“ ausgehen?

Der Badische Fußballverband freut sich gemeinsam mit dem ausrichtenden SV Büchenbronn auf drei spannende Endspiele im „Schlägle“. Der Eintritt ist für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahren frei, Erwachsene zahlen 3 Euro.

Sport-Lines Finaltag der Frauen & Juniorinnen: Paarungen stehen fest

Wössingen. Auch bei den Frauen und Juniorinnen sind alle Halbfinals in der Pokalsaison 2025/26 gespielt. Die drei Endspiele steigen in diesem Jahr am 1. Mai im Rahmen des sechsten Sport-Lines Finaltags der Frauen und Juniorinnen auf dem Gelände des FV Wössingen.

Den Auftakt machen wie gewohnt die C-Juniorinnen. Dabei bekommt es die Spvgg Wallstadt im Endspiel mit der SpVgg Durlach-Aue zu tun. Die Mädels aus dem Oberwald bezwangen den SV Gochsheim mit 5:1, den FC Viktoria Hettingen mit 2:1 und ließen im Halbfinale gegen die Spvgg 06 Ketsch mit einem deutlichen 7:0 ein Ausrufezeichen folgen. Ins Finale folgte ihr am vergangenen Donnerstag die Spvgg Wallstadt mit einem Kraftakt nach Verlängerung gegen Titelverteidiger Post Südstadt Karlsruhe. Zuvor hatte Wallstadt bereits die SG Hohensachsen, den VfB Wiesloch und die JSG Polizeisportverein Karlsruhe/Palmbach aus dem Weg geräumt.

Auch bei den B-Juniorinnen wird es keine Titelverteidigung geben, denn die amtierenden Pokalsiegerinnen aus dem Wildpark mussten sich im Halbfinale der TSG Hoffenheim mit 3:0 geschlagen geben. Vorab besiegten die TSG-Mädels von Trainer Dennis Walerianczyk die Spvgg 06 Ketsch und den SSV Waghäusel ebenfalls jeweils glatt mit 5:0. Ihre Finalgegnerinnen vom TSV Amicitia Viernheim starteten mit einem deutlichen 11:0 über die JSG HD-Kirchheim/Ziegelhausen-Peterstal/Neckargemünd in den Wettbewerb, gewannen beim VfR Mannheim mit 3:0, mussten im Achtelfinale bei Türkspor Mannheim aber ums Weiterkommen bangen. Erst im Elfmeterschießen machten die TSV-Mädels den Einzug ins Viertelfinale klar, wo es gegen den FC-Astoria Walldorf abermals im Entscheidungsschießen eine Runde weiterging. Im Halbfinale sicherte sich die Amicitia mit einem 4:1 beim SC Klinge Seckach ihr Finalticket.

„Jährlich grüßt das Murmeltier“ könnte die Headline des Frauen-Endspiels sein: In der aktuellen Saison spielt der Karlsruher SC bereits zum neunten Mal in Folge um die Titelverteidigung im Sport-Lines Pokal. Bisher hatte das Holzer-Team recht wenig Mühe. Beim VfB Gartenstadt schossen die KSC-Mädels ein Dutzend Treffer (12:1), auch beim SC Klinge Seckach wurde es zweistellig (10:0) und selbst der ATSV Mutschelbach konnte den Titelverteidigerinnen kein Bein stellen (6:1). Auch Mühlhausen kämpfte sich eindrucksvoll ins Finale: Durch ein 5:0 bei der SpG St. Leon/Mingolsheim, dasselbe Ergebnis beim FC Odenheim und ein noch deutlicheres 6:0 in Viernheim schaffte es das Oberliga-Team sogar gegentorlos ins Endspiel.

Der Sport-Lines Finaltag der Frauen und Juniorinnen findet in diesem Jahr am 1. Mai beim FV Wössingen statt.

Redaktion
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