Weniger Staus, aber längere Wartezeiten
Auf den deutschen Autobahnen hat sich die Stausituation im Jahr 2025 weiter zugespitzt. Zwar wurden insgesamt weniger einzelne Staus gezählt als im Jahr zuvor, doch die Autofahrerinnen und Autofahrer standen deutlich länger im Stau. Die Zahl der registrierten Staus sank auf rund 496.000, im Jahr 2024 waren es noch 516.000. Gleichzeitig stieg die Zahl der Staustunden um etwa sieben Prozent auf insgesamt 478.000 Stunden. Auch die gesamte Länge aller Staus nahm leicht zu und lag bei 866.000 Kilometern.
Welche Bundesländer besonders betroffen waren
Ein großer Teil der Staustunden entfiel auf wenige Bundesländer. Nordrhein-Westfalen lag mit 35 Prozent an der Spitze, gefolgt von Bayern mit 13 Prozent und Baden-Württemberg mit 10 Prozent. Besonders stark verschärft hat sich die Lage in Hamburg und Schleswig-Holstein, wo die Staustunden im Vergleich zu 2024 jeweils um rund 30 Prozent zunahmen. Auch in Rheinland-Pfalz wurde deutlich mehr Stau gemeldet als im Jahr zuvor.
Sommermonate besonders staureich
Im Jahresverlauf zeigten sich deutliche Unterschiede. Der Januar verlief mit rund 25.500 Staustunden vergleichsweise ruhig. In den Sommermonaten nahm der Stau jedoch stark zu. Im Juli verdoppelte sich die Zahl der Staustunden auf knapp 50.000. Damit war der Juli der staureichste Monat des Jahres. Auch der Oktober lag mit fast 49.000 Staustunden sehr hoch.
Viele Staukilometer über Monate hinweg
Ein ähnliches Bild zeigte sich bei der Länge der Staus. Bereits im Januar sorgte ein Wintereinbruch für rund 65.000 Staukilometer. Von April bis November wurden dann durchgehend mehr als 75.000 Staukilometer pro Monat gezählt. Die höchsten Werte traten im Juli mit etwa 87.000 Kilometern und im Oktober mit rund 85.000 Kilometern auf.
Wochentage mit viel und wenig Stau
Wie in den vergangenen Jahren verteilte sich der Stau auch 2025 ungleich über die Woche. Besonders viele Staustunden gab es mittwochs und donnerstags. Montags und freitags war das Aufkommen geringer. Am wenigsten Stau wurde im Durchschnitt an den Wochenenden registriert. Einzelne Tage stachen besonders hervor, etwa der 9. Januar mit einer Gesamtstaulänge von 6.300 Kilometern nach einem Wintereinbruch, der 28. Mai vor Christi Himmelfahrt und der 2. Oktober vor dem Tag der Deutschen Einheit.
Ausblick auf das Jahr 2026
Der ADAC rechnet für 2026 mit einem moderaten Anstieg des Verkehrsaufkommens. Damit könnten auch die Staus weiter zunehmen. Zusätzlich werden umfangreiche Baustellen nötig sein, um viele sanierungsbedürftige Autobahnbrücken zu erneuern. Diese Arbeiten werden den Verkehr zwar weiter belasten, gelten aber als notwendig, um das Autobahnnetz langfristig funktionsfähig zu halten.














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