74. Sitzung des ARR
Der Ausschuss für Regionalentwicklung und Regionalmanagement (ARR) des Verbandes Region Rhein-Neckar (VRRN) ist am Freitag, den 20. März 2026, zu seiner 74. Sitzung in der Stadthalle Waibstadt zusammengekommen. Im Mittelpunkt der Sitzung standen zentrale Themen der strategischen Regionalentwicklung – von bürgerschaftlichem Engagement über Digitalisierung bis hin zu Zukunftstechnologien wie Wasserstoff und Bioökonomie.
Im Rahmen der Sitzung lag der zentrale Schwerpunkt auf der ganzheitlichen Weiterentwicklung der Metropolregion Rhein-Neckar unter den Aspekten der Nachhaltigkeit, der Digitalisierung und des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Der Ausschuss befasste sich dabei intensiv mit der Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements, insbesondere im Hinblick auf die bevorstehenden Freiwilligentage 2026 und die Weiterentwicklung regionaler Beteiligungsformate. Deutlich wurde, dass ehrenamtliches Engagement eine tragende Rolle für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Identifikation mit der Region spielt und daher weiterhin gezielt unterstützt werden soll.
Parallel dazu nahm die digitale Transformation der Region eine zentrale Rolle ein. Mit dem Masterplan Dateninfrastruktur und der Weiterentwicklung der Smart Region-Initiativen wurden wichtige Grundlagen für eine moderne, datenbasierte Regionalentwicklung behandelt. Ziel ist es, Kommunen stärker zu vernetzen, datenbasierte Entscheidungen zu ermöglichen und gleichzeitig konkrete Anwendungsfelder mit hohem Praxisnutzen – etwa in den Bereichen Mobilität, Klimaanpassung und Infrastruktursteuerung – gezielt voranzubringen.
Darüber hinaus unterstrich der Ausschuss die Bedeutung verlässlicher Förderstrukturen und setzte sich mit Blick auf die Zukunft der ländlichen Räume für den Erhalt bewährter Programme wie LEADER ein. Dies verdeutlicht den Anspruch, gleichwertige Lebensverhältnisse in der gesamten Region zu sichern und sowohl städtische als auch ländliche Teilräume nachhaltig zu stärken.
Abgerundet wurde die Sitzung durch die Betrachtung zentraler Zukunftsfelder im Bereich Infrastruktur und Innovation. Themen wie Wasserstoff, Wärmeversorgung, Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft wurden als wesentliche Bausteine für eine nachhaltige, resiliente und wettbewerbsfähige Regionalentwicklung hervorgehoben. Insgesamt zeigte die Sitzung, dass die Metropolregion Rhein-Neckar ihre strategischen Handlungsfelder konsequent weiterentwickelt und dabei ökologische, ökonomische und gesellschaftliche Aspekte integriert denkt.
Der ARR – Impulsgeber für die strategische Entwicklung der Region
Der Ausschuss für Regionalentwicklung und Regionalmanagement (ARR) ist eines der zentralen Gremien des Verbandes Region Rhein-Neckar und befasst sich mit der strategischen Weiterentwicklung der Metropolregion. Er setzt Impulse für zentrale Zukunftsthemen wie Mobilität, Energie, Innovation und Siedlungsentwicklung. Darüber hinaus begleitet er die nachhaltige Entwicklung der Region und bereitet als vorberatendes Gremium die Entscheidungen der Verbandsversammlung vor.
Weitere Informationen zu den Tagesordnungspunkten
Bericht aus der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH
Im Rahmen eines mündlichen Berichts informierte Dr. Dennis Fanelsa über aktuelle Entwicklungen, Projekte und strategische Aktivitäten der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH. Dabei wurden zentrale Initiativen und Kooperationen vorgestellt, die die regionale Entwicklung vorantreiben. Der Bericht bot zudem Einblicke in laufende Projekte sowie zukünftige Schwerpunkte der regionalen Zusammenarbeit. Der ARR erhielt damit einen aktuellen Überblick über die operative Umsetzung regionaler Strategien.
Bürgerschaftliches Engagement – 10. Freiwilligentage 2026 und Kampagne „Wir schaffen Vielfalt“
Der Ausschuss nahm den aktuellen Stand der Vorbereitungen für die 10. Freiwilligentage zustimmend zur Kenntnis. Die Veranstaltung, die vom 12. bis 20. September 2026 stattfinden wird, baut auf einem etablierten Format auf, das seit 2008 das Ehrenamt in der Region stärkt. Hervorgehoben wurde die hohe Beteiligung in der Vergangenheit sowie die Weiterentwicklung des mehrtägigen Formats. Zudem wurde die Kampagne „Wir schaffen Vielfalt“ vorgestellt, die die Bandbreite des Engagements sichtbar machen soll und gemeinsam mit Kommunen weiter ausgerollt wird.
Sachstandsbericht zum Masterplan Dateninfrastruktur
Der Ausschuss nahm den Sachstandsbericht zur Entwicklung eines Masterplans Dateninfrastruktur zur Kenntnis. Ziel ist der Aufbau einer vernetzten und interoperablen Datenlandschaft in der Metropolregion. Es wurde deutlich, dass bereits wichtige Grundlagen vorhanden sind, zugleich aber weiterer Bedarf an Standardisierung, Vernetzung und Unterstützung insbesondere kleinerer Kommunen besteht. Der Masterplan soll als strategische Grundlage für datenbasierte Entscheidungen dienen und im weiteren Jahresverlauf konkretisiert werden.
Smart Region Rhein-Neckar – Fokussierung der Sensorikförderung
Der Ausschuss stimmte der künftigen Fokussierung der Sensorikförderung auf vier zentrale Anwendungsfelder zu. Diese umfassen die Bereiche Mobilität und Verkehrslenkung, Besucherfrequenzen, Hochwasserschutz sowie Klimadaten. Die bisherigen Pilotprojekte zeigten bereits konkrete Mehrwerte für Kommunen auf. Mit der Fokussierung soll die Förderung effizienter gestaltet und die Nutzung der gewonnenen Daten weiter verbessert werden.
Positionspapier: LEADER nach 2027 sichern
Der Ausschuss beschloss das Positionspapier zur Sicherung des EU-Förderprogramms LEADER und beauftragte die Verwaltung, dieses an politische Entscheidungsträger auf europäischer, Bundes- und Landesebene zu übermitteln. Ziel ist es, den bewährten Bottom-up-Ansatz auch in zukünftigen Förderperioden zu erhalten. Hintergrund sind aktuelle Diskussionen zur Neuausrichtung der EU-Förderpolitik, die zu Unsicherheiten führen könnten. Das Positionspapier unterstreicht die Bedeutung von LEADER für die Entwicklung ländlicher Räume in der Region.
Strategische Handlungsfelder „Infrastruktur und Innovation“
Der Ausschuss nahm den Sachstandsbericht zu den strategischen Handlungsfeldern zur Kenntnis und unterstützte die weiteren Aktivitäten. Im Fokus standen insbesondere der Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur, die Transformation der Wärmeversorgung sowie die Entwicklung bioökonomischer Ansätze. Auch Themen der Kreislaufwirtschaft wurden behandelt, etwa innovative Ansätze zur Wiederverwertung von Baustoffen. Die vorgestellten Maßnahmen leisten einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Entwicklung der Region.
Mehr Informationen: Verband Region Rhein-Neckar | Träger der Regionalplanung










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