Die Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns zum Jahreswechsel sorgt im Südwesten für spürbare Lohnsteigerungen. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, profitieren seit dem 1. Januar rund 610.000 Arbeitsverhältnisse von der Erhöhung auf 13,90 Euro pro Stunde. Das entspricht etwa elf Prozent aller abhängig Beschäftigten im Land.
Besonders deutlich fällt der Effekt im Gastgewerbe aus, wo zuletzt fast die Hälfte aller Angestellten unter der neuen Lohnuntergrenze verdiente. Auch Frauen und geringfügig Beschäftigte sind überdurchschnittlich oft von der Neuregelung betroffen. Laut den Statistikern müssen die Arbeitgeber in Baden-Württemberg für die aktuelle Erhöhung geschätzt 31 Millionen Euro zusätzlich aufbringen. Positiv bewertet die Behörde zudem die Entwicklung des Vorjahres: Im April 2025 wurden mit rund 110.000 Fällen deutlich weniger Jobs unterhalb des damals geltenden Mindestlohns vergütet als noch im Jahr zuvor. Die nächste Stufe der Lohnanpassung steht bereits fest: Zum 1. Januar 2027 soll der Mindestlohn auf 14,60 Euro steigen, wovon im Südwesten schätzungsweise bis zu 885.000 Menschen profitieren könnten.











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