Sinsheim

Mitmach-Truck zeigt MINT-Berufe am Wilhelmi-Gymnasium Sinsheim

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Mitmach-Truck zeigt MINT-Berufe am Wilhelmi-Gymnasium Sinsheim
Symbolfoto: Pixabay

DISCOVER INDUSTRY zu Gast in Sinsheim

Was machen Ingenieurinnen und Ingenieure eigentlich im Alltag? Antworten auf diese Frage gibt eine rollende Mitmachausstellung vom 9. bis 11. März 2026 am Wilhelmi-Gymnasium Sinsheim. In 90-minütigen Rundgängen und zusätzlichen Workshops erleben angemeldete Schulklassen, wie moderne Industrie funktioniert und welche Berufe dort gefragt sind.

Der Erlebnis-Lern-Truck „DISCOVER INDUSTRY“ ist Teil des landesweiten Bildungsprogramms COACHING4FUTURE. Seit mehr als zehn Jahren tourt er durch Baden-Württemberg und informiert über Berufe in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – kurz MINT. In Sinsheim war der Truck zuletzt 2020 zu Gast, nun macht er erstmals am Wilhelmi-Gymnasium Station.

Industrie 4.0 zum Anfassen

In der modernen Industrie spielen digitale Technologien eine zentrale Rolle. Begriffe wie Künstliche Intelligenz, Machine Learning, Internet of Things oder Data Science gehören inzwischen zum Arbeitsalltag vieler Unternehmen. In vernetzten Fabriken werden nicht nur Maschinenbauerinnen und Mechatroniker gebraucht, sondern zunehmend auch IT-Fachkräfte wie Programmierer oder Entwicklerinnen für Benutzeroberflächen.

Im Truck erfahren die Jugendlichen, wie ein Produkt von der ersten Idee bis zur Auslieferung entsteht. Sie arbeiten an Mitmach-Stationen und lernen dabei, welche Schritte und Technologien dafür notwendig sind.

Vom Start-up zur smarten Fabrik

Begleitet werden die Schülerinnen und Schüler von zwei Coaches, der Chemielaborantin Kathrin Graw und dem Biologen Marcel Michel. Die Jugendlichen schlüpfen in die Rolle von Gründerinnen und Gründern eines Start-ups und entwickeln ein neues Produkt.

Mit einem Tablet halten sie ihre Ideen in einer Mindmap fest und durchlaufen fünf Stationen. Zunächst scannen sie Objekte mit einem 3D-Scanner und erstellen digitale Modelle. Danach untersuchen sie Materialien mit einem Digitalmikroskop oder fertigen Prototypen mit einem 3D-Drucker an.

An einer weiteren Station programmieren sie einen Industrieroboter mithilfe von Koordinaten. In einer simulierten smarten Fabrik richten sie eine Anlage ein, die Dosen mithilfe von RFID-Chips individuell befüllt. Zum Abschluss montieren sie mit einer VR-Brille Bauteile an einen Motor in einer virtuellen Lagerhalle.

In einer freien Erkundungsphase können die Jugendlichen weitere Anwendungen ausprobieren. Mit Augmented Reality warten sie beispielsweise eine Motorsäge oder setzen mit einer KI-gestützten Datenbrille einen Computer zusammen.

Workshops zu KI, Konstruktion und Programmierung

Für Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse werden zusätzlich Workshops im Obergeschoss des Trucks angeboten. Dort beschäftigen sie sich vertieft mit Themen wie Künstlicher Intelligenz, Konstruktion oder Programmierung.

In einem Workshop trainieren sie ein visuelles KI-System und bringen ihm bei, unterschiedliche Objekte zu erkennen. Im Konstruktionskurs erstellen sie mit einer professionellen CAD-Software eigene Entwürfe, die anschließend mit einem 3D-Drucker umgesetzt werden. Alternativ entwickeln sie mit einer Blockprogrammierung eine einfache Smartphone-App und lernen dabei Grundlagen des Codens.

Ergänzend erhalten die Jugendlichen Informationen zu Ausbildungs- und Studienwegen in ingenieurwissenschaftlichen und informationstechnischen Berufen.

Unterstützung bei der Berufswahl

Hinter dem Programm stehen die Baden-Württemberg Stiftung, der Arbeitgeberverband Südwestmetall und die Bundesagentur für Arbeit. Ziel ist es, junge Menschen frühzeitig für technische Berufe zu interessieren und sie bei der Berufswahl zu unterstützen.

Auf der Plattform coaching4future.de finden Jugendliche zusätzliche Informationen. Ein interaktiver Karrierenavigator hilft dabei, eigene Interessen mit möglichen Bildungswegen in Ausbildung, Berufskolleg oder Studium abzugleichen. Außerdem stellen Unternehmen dort freie Ausbildungs- und duale Studienplätze im MINT-Bereich vor.

Mit dem Besuch des Trucks erhalten die Schülerinnen und Schüler einen praktischen Einblick in technische Berufe und können ausprobieren, ob ein solcher Weg zu ihren eigenen Interessen und Fähigkeiten passt.

Redaktion
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