Am kommenden Montag, den 8. Dezember, übergibt eine Delegation von Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder ihre Forderungen in der laufenden bundesweiten Gehaltsrunde an das Finanzministerium in Stuttgart. Die Übergabe findet um 15 Uhr vor dem Neuen Schloss statt.
Dies geschieht nach dem heutigen ergebnislosen Verhandlungsauftakt in Berlin. Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichsten Dienststellen, darunter Universitäten, Landespsychiatrien, Justiz und das KIT, wollen ihre Forderungen an den im Land zuständigen Ministerialdirektor Heiko Engling adressieren.
Die Gewerkschaft ver.di führt die Tarifrunde als Verhandlungsführerin für rund 925.000 Tarifbeschäftigte der Länder (außer Hessen). ver.di fordert sieben Prozent mehr Gehalt im Monat, mindestens aber 300 Euro zusätzlich, um die unteren Lohngruppen zu stärken. Für Nachwuchskräfte werden 200 Euro mehr pro Monat und die unbefristete Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung gefordert.
Die stellvertretende ver.di Landesbezirksleiterin, Hanna Binder, kritisierte, dass die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt hätten, sieht aber Spielraum, da Baden-Württemberg für 2026 mit 1,5 Milliarden Euro mehr an Steuereinnahmen rechnet. Ver.di fordert zudem die zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die rund 1,3 Millionen Beamtinnen und Beamten. In Baden-Württemberg sind gut 110.000 Angestellte direkt von den Verhandlungen betroffen.














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