Die Kraftstoffpreise an den deutschen Zapfsäulen haben erneut stark angezogen. Laut neuester ADAC-Auswertung kletterte Super E10 auf einen Rekordwert von durchschnittlich 2,30 Euro je Liter, während Diesel binnen einer Woche um gut zehn Cent auf 2,42 Euro sprang. Der Automobilclub kritisiert das Preisniveau als überzogen und fordert mehr Transparenz von den Raffinerien.
Das Tanken an Deutschlands Zapfsäulen wird immer teurer. Nach der aktuellen wöchentlichen Erhebung des ADAC hat der Benzinpreis ein neues historisches Rekordhoch erreicht: Für einen Liter Super E10 müssen Autofahrerinnen und Autofahrer im bundesweiten Schnitt derzeit 2,300 Euro zahlen – ein Anstieg um 4,1 Cent gegenüber der Vorwoche. Noch gravierender fällt der Preissprung beim Diesel aus, der sich um satte 10,1 Cent verteuerte und mit durchschnittlich 2,422 Euro pro Liter nur noch knapp unter seinem bisherigen Allzeithoch aus dem Frühjahr liegt.
Als Haupttreiber gilt der Rohölmarkt, wo ein Barrel der Nordseesorte Brent aktuell bei knapp 110 US-Dollar notiert. Nach Einschätzung der ADAC-Experten rechtfertigen Ölpreis und Wechselkurse das Ausmaß der Teuerung jedoch nur zum Teil. So habe Rohöl Ende April ein vergleichbares Niveau aufgewiesen, während E10 damals noch rund 20 Cent günstiger war. Der Verkehrsclub sieht daher deutlichen Erklärungsbedarf auf Großhandels- und Raffinerieebene und mahnt Transparenz in der Wertschöpfungskette an. Um die Kosten abzufedern, rät der Verband Verkehrsteilnehmern, das Tankverhalten im Tagesverlauf anzupassen: Erfahrungsgemäß sind die Kraftstoffe kurz vor 12 Uhr mittags am günstigsten, bevor die Preise pünktlich zur Mittagszeit wieder sprunghaft anziehen.











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