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NGG warnt vor 12-Stunden-Schichten und kämpft für den Erhalt des 8-Stunden-Tages

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NGG warnt vor 12-Stunden-Schichten und kämpft für den Erhalt des 8-Stunden-Tages
8 Stunden – alles darüber geht stark auf die Gesundheit und schraubt das Unfallrisiko nach oben, warnt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Die NGG MannheimHeidelberg stemmt sich damit gegen Pläne der Bundesregierung, den 8-Stunden-Tag zu kippen. „Das wäre das Go für den Mammut-Arbeitstag mit 12 Stunden. Und den steht auf Dauer keiner durch“, so der Geschäftsführer der NGG Mannheim-Heidelberg, Elwis Capece. Foto: NGG Florian Göricke

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) warnt vor den gesundheitlichen Folgen einer möglichen Aufweichung des Arbeitszeitgesetzes. Hintergrund ist die Kritik des Geschäftsführers der NGG Mannheim-Heidelberg, Elwis Capece, an den Plänen des Bundes, künftig 12-Stunden-Schichten zu ermöglichen.

Capece betonte, dass die Beschäftigten dies mit ihrer Gesundheit teuer bezahlen würden. Wer regelmäßig mehr als zehn Stunden am Tag arbeite, riskiere Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindelgefühl und Verdauungsstörungen bis hin zu schweren Erkrankungen wie Burnout oder Depressionen.

Besonders belastend seien unregelmäßige Arbeitszeiten und der Wechsel von Früh-, Spät- und Nachtschichten, da sie die innere Uhr enorm durcheinanderbringen.

Aus Sicht des Arbeitsschutzes seien lange Arbeitstage ebenfalls gefährlich. Laut Capece steige das Unfallrisiko nach acht Stunden stark an. Statistisch gesehen passierten ab der zwölften Stunde doppelt so viele Unfälle wie bei einem Acht-Stunden-Tag.

Die NGG spricht sich daher klar für ein „Hände weg vom Arbeitszeitgesetz“ aus und ruft ihre Mitglieder auf, sich an der DGB-Kampagne „Mit Macht für die 8“ zu beteiligen. Längere Arbeitszeiten erschwerten zudem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Im Rhein-Neckar-Kreis leisten alle Arbeitnehmer zusammen im Schnitt 777.000 Arbeitsstunden pro Tag.

Redaktion
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