Doch an der Zapfsäule folgt jetzt die bittere Enttäuschung
Autofahrer in Deutschland blicken derzeit mit gemischten Gefühlen auf die Anzeigetafeln der Tankstellen. Einerseits gibt es eine gute Nachricht: Die Kraftstoffpreise sind zum fünften Mal in Folge gesunken. Doch wer einen Blick auf den Weltmarkt wirft, erkennt schnell, dass die Ersparnis eigentlich viel größer sein müsste.
Ein Barrel Rohöl der Sorte Brent ist aktuell so günstig wie seit fast fünf Jahren nicht mehr! Trotzdem bleibt der große Preissturz an der Zapfsäule aus. Was steckt dahinter und warum droht uns zum 1. Januar bereits der nächste Preisschock?
Die aktuelle Auswertung: Benzin und Diesel geben leicht nach
Laut der neuesten ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland können sich Autofahrer über einen leichten Abwärtstrend freuen. Hier sind die nackten Zahlen der Woche:
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Super E10: Kostet im bundesweiten Mittel aktuell 1,643 Euro pro Liter (ein Minus von 0,4 Cent zur Vorwoche).
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Diesel: Ist im Schnitt für 1,586 Euro zu haben (0,6 Cent billiger als vor einer Woche).
Damit ist Super E10 bereits die fünfte Woche in Folge günstiger geworden, Diesel die dritte. Doch die Experten des Mobilitätsclubs sind unzufrieden – und das aus gutem Grund.
Ölpreis auf Rekordtief: Wo bleibt der Rabatt für die Bürger?
Der Rohölpreis ist förmlich eingebrochen. Ein Barrel Brent-Öl kostet derzeit weniger als 59 US-Dollar – das sind rund drei Dollar weniger als noch vor einer Woche und der niedrigste Stand seit Februar 2021.
Zusätzlich spielt der Wechselkurs den Verbrauchern in die Karten: Der Euro steht mit über 1,17 US-Dollar stärker da als zuletzt, was den Import von Öl deutlich verbilligt. Der ADAC kritisiert daher scharf, dass diese massiven Kostenvorteile kaum bei den Autofahrern ankommen.
„Der Abwärtstrend hätte durchaus höher ausfallen müssen“, so die Experten. Besonders beim Diesel klafft eine Lücke: Er ist aktuell nur 5,7 Cent günstiger als Benzin, obwohl der Steuervorteil eigentlich bei rund 20 Cent liegt.
Die Ruhe vor dem Sturm: Der CO2-Preisschock zum 1. Januar
Genießen Sie die aktuellen Preise, solange es geht, denn zum Jahreswechsel schlägt der Fiskus wieder zu. Die CO2-Abgabe wird erneut angehoben, was Benzin und Diesel auf einen Schlag um rund drei Cent pro Liter verteuern dürfte.
Schon heute ist die Belastung durch diese Abgabe immens:
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Super E10: Ist durch den CO2-Preis bereits fast 16 Cent teurer als im Vergleichsjahr 2020.
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Diesel: Kostet durch die Abgabe gut 17 Cent mehr pro Liter.
Der ultimative Spar-Tipp für die Feiertage
Um der Preisspirale wenigstens ein bisschen zu entkommen, rät der ADAC weiterhin: Tanken Sie abends! Zwischen 18 und 19 Uhr sowie zwischen 20 und 22 Uhr sind die Preise im Schnitt am niedrigsten. Morgens zahlen Sie oft bis zu 12 Cent drauf.













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