Eschelbronn

Ortsdurchfahrt Eschelbronn wird dieses Jahr saniert

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Ortsdurchfahrt Eschelbronn wird dieses Jahr saniert
Die Ortsdurchfahrt von Eschelbronn soll 2026 saniert werden

Fahrbahn wird auf 900 Metern ausgetauscht – Vieles noch unklar

In der Ortsdurchfahrt ist der Asphalt an manchen Stellen längst zu einem Flickenteppich geworden. In der Dorfmitte, nahe der Feuerwehr, sitzt mitten in der Fahrbahn ein Schlagloch, das schon zweimal notdürftig geschlossen wurde. Der Flicken hält jeweils nur eine Weile. Weiter in Richtung Sportplatz ziehen sich tiefe Risse zwischen den Fahrspuren. Vor dem Netto-Markt brechen weitere Schadstellen auf. Dazwischen wechseln die Farbtöne des Belags. Als ließe sich an der Straße selbst ablesen, wie oft hier schon ausgebessert wurde, ohne den Grundzustand wirklich zu verändern.

Beschluss kam vor wenigen Tagen

Nun hat das Warten auf eine grundlegende Lösung ein Datum erhalten. Der Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Wirtschaft des Rhein-Neckar-Kreises hat vor wenigen Tagen das Sicherheits- und Deckenprogramm für das laufende Jahr vereinbart. Eschelbronn steht dabei zusammen mit Sandhausen und Ehrstädt auf der Prioritätenliste. Rund 200.000 Euro sind für die Sanierung der Ortsdurchfahrt vorgesehen – ein Projekt, das sich bereits seit längerem ankündigte. Schon 2023 tauchte die Maßnahme im Substanzerhaltungskonzept des Kreises auf, damals noch auf Rang zehn der Dringlichkeit.

Was wird in Eschelbronn gebaut?

Die Fakten der Planung sind nun gesteckt: Auf einer Länge von rund 900 Metern, vom Ortseingang aus Richtung Neidenstein bis kurz vor den Bahnhof, soll die Fahrbahn ertüchtigt werden. Insgesamt geht es um eine Fläche von 5.600 Quadratmetern. Landrat Stefan Dallinger betonte in der Sitzung die Notwendigkeit solcher Investitionen für die „wirtschaftliche Entwicklung und Lebensqualität“. Tatsächlich ist der Zeitpunkt aus technischer Sicht wohl gewählt: Die Experten des Amtes für Straßen- und Radwegebau warnen vor „Ausmagerungen“ und Netzrissen. Dringt erst einmal Wasser in die tieferen Schichten ein, drohen Frostschäden, die weit über eine reine Erneuerung der Deckschicht hinausgehen würden.Die Ortsdurchfahrt von Eschelbronn soll 2026 saniert werden 6

In Eschelbronn soll daher nicht mehr nur geflickt, sondern flächendeckend die oberste Asphaltschicht ersetzt werden. Je nach Befund vor Ort könnten zudem Binder- und Tragschichten verstärkt sowie Bankette und Entwässerungsanlagen angepasst werden.

Detailplanungen müssen noch gemacht werden

Trotz des Beschlusses bleibt momentan vieles im Vagen, was die direkten Auswirkungen auf den Alltag im Ort angeht. Das Landratsamt teilte auf Anfrage mit, dass die konkreten Planungsleistungen zunächst extern vergeben werden müssen. Details zu Bauzeiten, zur Verkehrsführung oder zu Umleitungen stehen daher noch nicht fest. Bekannt ist lediglich das Zeitfenster: Zwischen Juni und November 2026 sollen die Maschinen anrollen. Die reine Bauzeit pro Abschnitt wird erfahrungsgemäß auf zwei bis vier Wochen geschätzt.

Was passiert mit den Schulbussen?

Die Frage, ob die Durchfahrt voll gesperrt werden muss oder eine halbseitige Führung mit Ampelregelung ausreicht, bleibt vorerst unbeantwortet. Im Rathaus verweist man auf die ausstehenden Planungen, ist aber erwartungsfroh. „Dies ist zum aktuellen Zeitpunkt Spekulation“, sagt Bürgermeister Matthäus Bürkle mit Blick auf die Verkehrsführung. Man setze auf eine kurze Bauzeit mit möglichst wenig Einschränkungen. Dass die Gemeinde ein gewisses Mitspracherecht einfordern wird, wenn es um sensible Punkte oder den Schulbusverkehr geht, deutet Bürkle an: „Wir werden uns bei Bedarf als Gemeinde aktiv einbringen.“Die Ortsdurchfahrt von Eschelbronn soll 2026 saniert werden 2

Im Rathaus ist das Projekt des Kreises eine Ergänzung zu den eigenen Bemühungen um die Infrastruktur. Unabhängig von der K 4279 hat Eschelbronn den Haushaltsansatz für die Unterhaltung kommunaler Straßen und Gehwege erhöht; für 2026 sind über 400.000 Euro vorgesehen. Man bemühe sich um Abstimmung, um „mehrfache Verkehrseinschränkungen nach Möglichkeit zu vermeiden“, heißt es aus dem Landratsamt.

So wurde Eschelbronn zum Sanierungsfall

Dass die Sanierung überhaupt kommt, ist das Ergebnis digitaler Bestandsaufnahme. Spezielle Messfahrzeuge haben die Straße vor Jahren abgetastet, um Substanz- und Gebrauchswerte in Datenpunkte zu übersetzen. Für die Algorithmen des Kreises ist der jetzige Belag eine Aneinanderreihung von Schäden. Für Ortskundige bekannte Schlaglöcher, die man umfährt. Immerhin: Das Loch am Dorfplatz muss nicht noch ein drittes mal gestopft werden.

Redaktion
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