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Osterferien-Ende in neun Bundesländern: Was Autofahrer am Wochenende erwartet

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Osterferien-Ende in neun Bundesländern: Was Autofahrer am Wochenende erwartet

ADAC-Prognose: Moderater Rückreiseverkehr auf Deutschlands Autobahnen

Zum Ende der Osterferien in neun Bundesländern rechnet der ADAC mit teils lebhaftem, aber insgesamt überschaubarem Verkehr. Während zu Ferienbeginn vielerorts lange Staus entstanden, ist das Reiseaufkommen am Rückreise-Wochenende deutlich geringer. Größere Verkehrsprobleme werden nach aktueller Einschätzung nicht erwartet, einzelne Engpässe und Verzögerungen sind jedoch nicht auszuschließen.


Diese Bundesländer kehren aus den Osterferien zurück

In folgenden Bundesländern endet am kommenden Wochenende die schulfreie Zeit:

  • Baden-Württemberg

  • Bayern

  • Berlin

  • Brandenburg

  • Nordrhein-Westfalen

  • Rheinland-Pfalz

  • Saarland

  • Sachsen

  • Schleswig-Holstein

Zusätzlich beginnen in den Niederlanden die Maiferien, was sich ebenfalls leicht auf das Verkehrsaufkommen auswirken kann – insbesondere in Grenznähe und auf Durchfahrtrouten.


Stärkstes Verkehrsaufkommen am Freitagnachmittag und Samstag

Der ADAC erwartet die Verkehrsspitzen zu folgenden Zeiten:

  • Freitag, 12. April: Nachmittag bis früher Abend

  • Samstag, 13. April: insbesondere Nachmittag

Wer flexibel ist, sollte Sonntagvormittag oder am Montag reisen – zu diesen Zeiten ist mit dem geringsten Verkehrsaufkommen zu rechnen.


Über 1.000 Autobahnbaustellen erhöhen Staurisiko

Aktuell gibt es auf dem bundesweiten Autobahnnetz mehr als 1.000 Baustellen, die das Verkehrsgeschehen erheblich beeinflussen können. Der ADAC empfiehlt, sich vorab über:

  • Verkehrsprognosen

  • Baustelleninformationen

  • Staumeldungen in Echtzeit

zu informieren (z. B. über die ADAC Verkehrs-App oder www.adac.de/verkehr).


Autobahnabschnitte mit erhöhter Staugefahr

Besonders staubelastete Strecken laut ADAC:

  • A1: Köln – Dortmund – Münster – Bremen – Hamburg

  • A2: Braunschweig – Magdeburg

  • A3: Passau – Nürnberg – Würzburg

  • A4: Görlitz – Dresden – Chemnitz

  • A5: Basel – Karlsruhe – Heidelberg

  • A6: Mannheim – Heilbronn – Nürnberg

  • A7: Flensburg – Hannover / Füssen – Ulm – Würzburg

  • A8: Salzburg – München – Stuttgart – Karlsruhe

  • A9: München – Nürnberg – Halle/Leipzig

  • A10: Berliner Ring

  • A12: Frankfurt (Oder) – Dreieck Spreeau

  • A24: Hamburg – Schwerin – Berliner Ring

  • A61: Ludwigshafen – Koblenz – Mönchengladbach

  • A81: Heilbronn – Stuttgart

  • A93: Kufstein – Inntaldreieck

  • A95/B2: München – Garmisch-Partenkirchen

  • A99: Autobahnring München


Rückreiseverkehr im Ausland: Verzögerungen auf Transitstrecken

Auch in den Nachbarländern kann es auf beliebten Reiserouten zu Rückreiseverkehr und Staus kommen:

  • Österreich: Tauernautobahn (A10), Westautobahn (A1), Brennerautobahn (A13)

  • Schweiz: Gotthardroute (A2)

  • Italien: Brennerautobahn (A22)

  • Tschechien, Polen, Niederlande: regionale Rückreisewellen möglich


Staugefahr an Grenzübergängen – Kontrollen in mehreren Ländern

Reisende sollten an folgenden Grenzübergängen mit Wartezeiten rechnen:

Österreich – Deutschland:

  • Suben (A3)

  • Walserberg (A8)

  • Kiefersfelden (A93)

Polen – Deutschland:

  • Ludwigsdorf (A4)

  • Frankfurt (Oder) (A12)

  • Forst (A15)

Frankreich – Deutschland:

  • Grenzübertritte grundsätzlich möglich, jedoch punktuelle Wartezeiten durch Kontrollen.

Niederlande – Deutschland:

  • Es gibt stichprobenartige Kontrollen, der private Grenzverkehr bleibt in der Regel unbeeinträchtigt.


Rettungsgasse bilden: Pflicht bei stockendem Verkehr

Ein besonders wichtiger Hinweis betrifft die Rettungsgasse, die bei Stau und stockendem Verkehr rechtzeitig gebildet werden muss. Die Regeln:

  • Zwischen dem linken und den übrigen Fahrstreifen muss Platz geschaffen werden.

  • Bußgeld bei Verstoß: mindestens 200 Euro, 2 Punkte in Flensburg, 1 Monat Fahrverbot bei Behinderung.


10 Tipps für die Rückreise zum Osterferien-Ende

  1. Reisezeiten anpassen: Früh oder spät fahren, Stoßzeiten meiden

  2. Baustellen meiden: Alternativrouten einplanen

  3. Navigation mit Echtzeitdaten nutzen

  4. Verkehrsnachrichten regelmäßig prüfen

  5. Grenzübergänge mit geringem Verkehrsaufkommen wählen

  6. Pausen einplanen – alle 2 Stunden empfohlen

  7. Getränke und Snacks mitführen für längere Staus

  8. Rettungsgasse rechtzeitig bilden

  9. Kinder und Haustiere regelmäßig bewegen lassen

  10. Flexibel bleiben – ggf. Reisetag kurzfristig ändern


Zum Ende der Osterferien 2025 bleibt das Verkehrsaufkommen moderat, mit spürbaren Spitzen am Freitag- und Samstagnachmittag. Wer flexibel reist, gut vorbereitet ist und aktuelle Staumeldungen nutzt, kann die Heimfahrt entspannt antreten. Besonders auf den bekannten Autobahnachsen und Grenzübergängen sollte jedoch mit Verzögerungen gerechnet werden. Durch vorausschauende Planung und die Einhaltung von Sicherheitsregeln wie der Rettungsgassenpflicht lassen sich unnötige Risiken vermeiden.


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