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Philipp Edler ist der neue Förster für Dossenheim und Schriesheim

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Philipp Edler ist der neue Förster für Dossenheim und Schriesheim
Philipp Edler ist neuer Förster in Schriesheim und Dossenheim. (Foto: Kreisforstamt)

Führungswechsel im Revier Bergstraße-Süd

Das Forstrevier Bergstraße-Süd hat einen neuen Förster. Nachdem Michael Jakob im April in den Ruhestand verabschiedet wurde, hat nun Philipp Edler seine Nachfolge angetreten und wird sich in Zukunft um die Wälder der Gemeinde Dossenheim und den südlichen Teil des Stadtwaldes Schriesheim kümmern.

Nachfolger von Michael Jakob übernimmt Schlüsselrevier

Philipp Edler ist keineswegs ein neues Gesicht beim Kreisforstamt des Rhein-Neckar-Kreises. Er hat seine Traineezeit, also die zweijährige Vorbereitung, um die Laufbahnbefähigung für den gehobenen Forstdienst zu erlangen, bereits beim Kreisforstamt absolviert und ist seitdem als Revierleiter für das Forstamt tätig. Vor seinem Wechsel in die Bergstraße war er eineinhalb Jahre für das Revier Rheintal-Süd, südöstlich von Heidelberg, zuständig. Nachdem absehbar wurde, dass für das Revier von Michael Jakob ein Nachfolger gesucht wird, hat sich Philipp Edler um die Stelle beworben. Auf die Frage, was ihn dazu motivierte und was ihn an der neuen Arbeitsstelle besonders reizt, antwortete Edler: „Vor allem zwei Punkte waren ausschlaggebend für mich: Zum einen freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit dem motivierten Team von fünf Forstwirten, mit denen ich gemeinsam den Wald bewirtschaften werde. Zusammen mit einigen zuverlässigen Unternehmen werden wir mit vollem Einsatz versuchen, einen guten Job im und für den Wald zu machen. Zum anderen bin ich leidenschaftlicher Wanderer und außerdem Liebhaber von tollen Ausblicken. Der bergige Charakter des Reviers mit seinen Blicken sowohl in den Odenwald als auch ins Rheintal hat es mir daher sofort angetan.“

Neuer Revierleiter setzt auf Teamwork und den Umbau klimaresilienter Wälder

An der Bergstraße sind die Auswirkungen des Klimawandels deutlich zu spüren. Besonders der Wald auf Kuppen und sonnenexponierten Südhängen leidet unter den immer länger anhaltenden Trockenphasen und Hitzeextremen. Zu den Herausforderungen, die ihn in seinem neuen Revier erwarten, sagte Edler: „Die größte Aufgabe der aktuellen Zeit ist die Anpassung der Wälder an die Folgen des Klimawandels. Das trifft so vermutlich für alle Förster in Deutschland zu. Im Rheintal sind die Auswirkungen besonders stark. Dort, wo heimische Baumarten ausfallen und wir nicht mit den natürlich aufkommenden Bäumen arbeiten können, versuchen wir, die Wälder durch gezielte Anpflanzungen klimaangepasster Baumarten zu stärken. In der Umsetzung erwarten mich an der Bergstraße neue Aspekte, mit denen ich bisher kaum zu tun hatte. Trotz der räumlichen Nähe zum Rheintal unterscheiden sich die waldbaulichen und geografischen Gegebenheiten auf den Hügeln und Hängen der Wälder Dossenheims und Schriesheims stark von denen meiner letzten Arbeitsstelle. Das bergige Terrain macht zum Beispiel die Holzernte herausfordernder. Auch die Baumartenzusammensetzung unterscheidet sich. Während im Rheintal Kiefernwälder das Bild prägen, sind die Wälder von Schriesheim und Dossenheim stärker von Fichte und Buche geprägt. Jede Baumart hat dabei ihre Besonderheiten und Herausforderungen. Bei der Fichte ist das der Borkenkäfer. Der sogenannte „Buchdrucker“ bohrt sich in den Sommermonaten in die Rinde der Fichten ein und sorgt dafür, dass viele geschwächte Bäume absterben. Nur eine konsequente und frühe Entnahme von befallenen Bäumen kann eine Verbreitung des Käfers dann eindämmen.“

Kampf gegen Borkenkäfer & Trockenheit

Auf die Frage, was aktuell im Revier anstehe, antwortete Edler lachend: „In einem Forstrevier gibt es immer etwas zu tun. So wurden in den letzten Wochen Forstwege instandgesetzt und Pflanzflächen mit jungen Bäumen gepflegt. Frisch gepflanzte Bäume benötigen in den ersten Jahren nämlich oft Unterstützung, damit sie nicht von anderen Pflanzen überwachsen werden. Ich bin in den ersten Wochen schon in enger Abstimmung mit meinem Forstteam und einigen hier tätigen Unternehmern. Wann immer ich dazwischen die Zeit freischaufeln kann, versuche ich, die Planungen fürs Winterhalbjahr voranzutreiben. Die Holzernte im Winter ist traditionell die arbeitsreichste Zeit. Bis Oktober müssen also alle Vorbereitungen fertig sein.“

Neuanfang zwischen Odenwald und Rheintal

Die kommenden Jahre werden für die Wälder an der Bergstraße entscheidend sein. Förster Philipp Edler freut sich darauf, die Herausforderungen des neuen Reviers anzupacken und gemeinsam mit seinem neuen Team daran zu arbeiten, die Wälder von Dossenheim und Schriesheim fit für die Zukunft zu machen. Für alle Bürgerfragen ist Philipp Edler per E-Mail an p.edler@rhein-neckar-kreis.de  erreichbar. Immer mittwochs zwischen 15 und 17 Uhr gibt es außerdem eine Telefonsprechstunde unter der Nummer 06221 522-7602.

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