Bei der Entwicklung eines neuen elektronischen Geräts durchlaufen Ingenieure vom Entwurf bis zum fertigen Produkt mehrere wichtige Phasen. Zu den wichtigsten Phasen gehören dabei die Gestaltung und Überprüfung eines Prototyps der Leiterplatte. Auch wenn es den Anschein haben mag, dass ein sofortiger Start der Serienproduktion die Markteinführungszeit verkürzt, birgt das Überspringen der Prototypenphase das Risiko kostspieliger Nachbesserungen. Warum ist das Testen von Leiterplatten vor der Endbestückung eine Investition, die sich schnell auszahlt?
Frühzeitige Erkennung von Designfehlern
Der Hauptgrund für den Bau eines Prototyps ist die Überprüfung der Designvorgaben. Der Schaltplan mag zwar korrekt aussehen, doch erst ein physisches Exemplar deckt Unregelmäßigkeiten auf. Gleichzeitig ermöglichen elektrische Tests, die während der Prototypenfertigung durchgeführt werden, die Identifizierung von Kurzschlüssen, Unterbrechungen und fehlerhaften Verbindungen zwischen den Schichten.
Darüber hinaus ermöglicht die Prototyp-Serie u.a. die Überprüfung der korrekten Anordnung von SMT- und THT-Komponenten. Auf diese Weise arbeitet die Montagelinie von der ersten Serie an mit optimaler Effizienz. Dadurch vermeidet der Konstrukteur Fehler, die sich in der Serienfertigung auf Dutzende oder Hunderte von Stückzahlen summieren würden.
Reduzierung von Kosten und Implementierungszeit
Designänderungen in der Prototypenphase sind unvergleichlich kostengünstiger als Änderungen an bereits fertigen Geräten. Das Entlöten bestückter Platinen, der Austausch von Komponenten oder Reparaturen erschweren die Einhaltung des Zeitplans. Mit einem Prototyp kann auch die Stückliste (BOM, Bill of Materials) hinsichtlich der Verfügbarkeit und Preise der Komponenten überprüft werden, was das Risiko von Ausfallzeiten während der Serienmontage minimiert.
Umgebungstests, Zertifizierung und Validierung des Bestückungsprozesses
Bevor ein Gerät auf den Markt kommen kann, muss es eine Reihe von Normen erfüllen – von der elektromagnetischen Verträglichkeit bis hin zur Gebrauchssicherheit. Daher werden Tests wie EMV bereits an einer kleinen Prototypencharge durchgeführt. Ihre Ergebnisse zeigen, ob das Design ggf. zusätzliche Filter, Kühlkörper oder andere konstruktive Änderungen erfordert. Durch Korrekturen in der Prototypenphase lassen sich kostspielige Modifikationen und Verzögerungen vermeiden, die entstehen würden, wenn die Mängel erst bei der Serienprüfung entdeckt würden.
Die Serie Tska bei Techno-Service S.A. TS PCB
Im Rahmen seines Angebots für Unternehmen, die einen Hersteller von Leiterplatten in Kleinserien suchen, bietet Techno-Service S.A. TS PCB den Prototyp Tska an. In der Serie Tska verwenden wir ein Basismaterial FR4 mit einer Dicke von 1 mm und 1,55 mm. Es handelt sich dabei um ein universelles, thermisch aushärtendes Epoxidlaminat, das mit Glasfaser verstärkt ist. Es wird zur Herstellung von elektronischen Schaltungen mit Frequenzen bis zu 0,5 GHz verwendet, die sowohl in trockenen als auch in feuchten Umgebungen eingesetzt werden. FR4 ist außerdem ein kostengünstiges dielektrisches Material, das sich durch ein gutes Verhältnis von Festigkeit zu Gewicht auszeichnet. Gleichzeitig weist es eine geringe Wasseraufnahme auf und erfüllt die Anforderungen der Klasse UL 94 V-0.
Die Enddicke des Kupfers auf den Außenschichten beträgt in der Prototypenreihe 35 µm bei einer Basisdicke von 18 µm für Leiterplatten mit Vias (doppelseitig und mehrlagig). Darüber hinaus bieten wir je nach Kundenwunsch eine bleifreie HAL- oder chemische Goldbeschichtung als Oberflächenbeschichtung an. Die Leiterplatten der Serie Tska von Techno-Service S.A. TS PCB erfüllen die Anforderungen der IPC-Klasse 2, was ihre Qualität bestätigt.
Techno-Service S.A. TS PCB bietet für einseitige und doppelseitige Leiterplatten vier- oder siebentägige Lieferzeiten für Tska-Prototypen sowie für mehrlagige Leiterplatten Lieferzeiten von fünf oder neun Tagen. Die angegebenen Lieferzeiten beziehen sich auf Werktage.










Rückmeldung an den Autor?