Erhaltungszucht geplant
Das Rebhuhn ist offiziell zum Vogel des Jahres 2026 gekürt worden. Wie der Naturschutzbund Deutschland mitteilte, setzte sich der bedrohte Feldvogel bei einer öffentlichen Wahl mit deutlicher Mehrheit gegen Konkurrenten wie die Amsel durch. Passend dazu hat der Zoo Heidelberg bereits erste Maßnahmen zum Schutz der Art ergriffen und im November zwei junge Rebhühner aus dem Tierpark Berlin aufgenommen.
Das neue Paar ist in einer Voliere nahe des Flamingosees eingezogen, die es sich mit Steinkäuzen teilt. Diese Form der Vergesellschaftung ist möglich, da die Käuze deutlich kleinere Beutetiere jagen. Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann betonte, dass der Zoo langfristig eine eigene Erhaltungszucht aufbauen möchte, um den drastischen Bestandsrückgang der Art abzumildern. Seit den 1980er-Jahren sind die Rebhuhn-Populationen in Europa durch intensive Landwirtschaft und den Verlust von Lebensräumen wie Feldrainen und Brachen massiv eingebrochen.
Besucher des Heidelberger Zoos können das Paar ab sofort beobachten und sich über die speziellen Bedürfnisse des bodenbewohnenden Vogels informieren. Die Kampagne zum Vogel des Jahres soll in den kommenden Monaten verstärkt auf die Bedeutung einer artenreichen Kulturlandschaft aufmerksam machen.












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