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Regierungspräsidium Karlsruhe ehrt 230 Fluthelfer der Unwetter 2024

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Regierungspräsidium Karlsruhe ehrt 230 Fluthelfer der Unwetter 2024
Festakt in Bruchsal; Rechte: RPK

Die Bilder der verheerenden Überschwemmungen aus dem Jahr 2024 sind in den betroffenen Regionen noch immer präsent. Ob beim Jahrhundert-Hochwasser in Bayern und Ost-Baden-Württemberg im Frühsommer oder nach der extremen Gewitterzelle am 13. August 2024, als der Saalbach über die Ufer trat und Gondelsheim sowie die Bruchsaler Stadtteile Heidelsheim, Helmsheim und die Kernstadt flutete: Überall reichten Helferinnen und Helfer unter schwersten Bedingungen helfende Hände. Um diesen unermüdlichen Einsatz zu würdigen, lud das Regierungspräsidium Karlsruhe am 24. Juli 2026 zu einem großen Festakt in die Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg nach Bruchsal ein.

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Regierungspräsident Alexander Föhr; Rechte: RPK

Große Würdigung im Festakt: Drei Auszeichnungen für 230 Helfer

In feierlichem Rahmen zeichneten das Land Baden-Württemberg und der Freistaat Bayern rund 230 Einsatzkräfte von Hilfsorganisationen sowie engagierte Privatpersonen aus. Regierungspräsident Alexander Föhr eröffnete den Festakt, übergab die Ehrungen und fand bewegende Worte für die Anwesenden:

„Was die Helferinnen und Helfer hier rund um die Uhr geleistet haben, ist außergewöhnlich. Sie haben Menschen gerettet, deren Hab und Gut in Sicherheit gebracht, Schmutzwasser gepumpt und bei der Reinigung und Entrümpelung tatkräftig mit angepackt. Sie waren für viele der Betroffenen das Licht in einer dunklen Zeit.“

Auch Erster Landesbeamter Knut Bühler (Landkreis Karlsruhe) und Bruchsals Oberbürgermeister Sven Weigt sprachen in ihren Grußworten ihren tiefen Dank aus. Für die musikalische Umrahmung des Abends sorgte die RP-eigene Band 644.

Die drei Verleihungen im Detail

Im Rahmen der Feierstunde wurden drei unterschiedliche Ehrenzeichen für den herausragenden Bevölkerungsschutz überreicht:

  1. Bevölkerungsschutz-Einsatzmedaille des Landes Baden-Württemberg: Diese Auszeichnung erhielten Einsatzkräfte, die mindestens 24 Stunden im unermüdlichen Kriseneinsatz aktiv waren. Die Medaille zeigt vorderseitig einen Löwen mit der Umschrift „Bevölkerungsschutz Baden-Württemberg“ und rückseitig das Landeswappen mit den Werten „Engagement, Hilfsbereitschaft, Teamgeist“ sowie dem Gravur-Hinweis „Unwetter 2024“.

  2. Fluthelfer-Nadel (Bayerische Helfernadel): Der Freistaat Bayern ehrte damit 39 Helferinnen und Helfer aus dem Regierungsbezirk Karlsruhe, die grenzüberschreitende Nachbarschaftshilfe leisteten. Darunter befanden sich auch Kräfte des Wasserrettungszugs KA-L, die vom 3. bis 6. Juni 2024 im bayrischen Günzburg gegen die Fluten kämpften.

  3. Anerkennungsurkunde des Landes Baden-Württemberg: Diese Auszeichnung richtete sich speziell an engagierte Bürgerinnen und Bürger außerhalb von Einsatzorganisationen, die spontan und tatkräftig Nachbarschaftshilfe leisteten.

Starke Koordination und Hilfe beim Wiederaufbau

Das Regierungspräsidium Karlsruhe begleitete die Krisenbewältigung von der ersten Stunde an. Bereits in der Hochwassernacht koordinierte Bezirksbrandmeister Jürgen Link vor Ort in den Führungsstäben der Stadt Bruchsal und des Landkreises die kreisübergreifenden Feuwehreinsätze.

Auch nach dem Rückgang des Wassers ließ die Unterstützung nicht nach: Um den geschädigten Gemeinden beim Wiederaufbau zu helfen, führte das Regierungspräsidium unter Leitung der damaligen Regierungsvizepräsidentin Gabriela Mühlstädt-Grimm bereits im Dezember 2024 zielgerichtete Förderkonferenzen mit den Kommunen Bruchsal und Gondelsheim durch. Dadurch konnten Fördermittel zur Beseitigung der immensen Infrastrukturschäden schnell und unbürokratisch auf den Weg gebracht werden.

Die Auszeichnungen im Überblick

Auszeichnung Stifter Zielgruppe / Voraussetzung
Bevölkerungsschutz-Einsatzmedaille Land Baden-Württemberg Einsatzkräfte mit mind. 24 Std. Katastropheneinsatz („Unwetter 2024“)
Fluthelfer-Nadel Freistaat Bayern Einsatzkräfte aus BaWü für Hilfeleistungen in Bayern (z. B. Günzburg)
Anerkennungsurkunde Land Baden-Württemberg Zivile Helfer ohne Organisationszugehörigkeit für vorbildliche Soforthilfe

Redaktion
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