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Rosen zum Valentinstag: Viele kommen aus dem Ausland

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Rosen zum Valentinstag: Viele kommen aus dem Ausland
Bild von Albrecht Fietz auf Pixabay

Weniger Anbau im Südwesten

Zum Valentinstag sind Rosen besonders gefragt. In Baden-Württemberg wurden im Jahr 2025 von 44 Gärtnereien und Zierpflanzenbetrieben auf insgesamt 32 Hektar Schnittrosen angebaut. Das teilt das Statistisches Landesamt Baden-Württemberg nach der Zierpflanzenerhebung mit.

Der Großteil der Rosen, rund 73 Prozent, wuchs im Freiland. Die übrigen 27 Prozent wurden unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen angebaut, zum Beispiel in Gewächshäusern. Im Vergleich zu früher ist der Anbau jedoch deutlich zurückgegangen. Seit 2017 hat sich die Zahl der Betriebe von damals 80 um 45 Prozent verringert. Auch die Anbaufläche schrumpfte im selben Zeitraum von 49 auf 32 Hektar, das entspricht einem Rückgang von 34 Prozent.

Importe sichern die Nachfrage

Weil im Land weniger Rosen angebaut werden, sind zusätzliche Lieferungen aus dem Ausland nötig. Besonders rund um den Valentinstag ist die Nachfrage hoch. Nach vorläufigen Ergebnissen der Außenhandelsstatistik wurden von Januar bis November 2025 insgesamt 118,4 Millionen frische Rosen im Wert von 39,7 Millionen Euro in den Südwesten eingeführt.

Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres ist das ein deutlicher Anstieg. Von Januar bis November 2024 waren es rund 92 Millionen Rosen. Damit stieg die Zahl der eingeführten Rosen um knapp 29 Prozent. In früheren Jahren lagen die Importzahlen allerdings noch höher. 2021 wurden im gleichen Zeitraum rund 200,1 Millionen Rosen eingeführt, 2017 waren es 199,0 Millionen.

Die wichtigsten Lieferländer

Die meisten Rosen kamen 2025 aus den Niederlanden. Von Januar bis November wurden rund 86,3 Millionen Rosen aus dem Nachbarland eingeführt. Das entspricht fast 73 Prozent aller Rosenimporte nach Baden-Württemberg.

Auf Platz zwei folgte Kenia mit 26,6 Millionen Rosen und einem Anteil von 23 Prozent. An dritter Stelle stand Äthiopien mit 3,0 Millionen Rosen, was etwa drei Prozent entspricht. Zusammen decken diese drei Länder nahezu den gesamten Rosenimport ab.

Wie die Zahlen erhoben werden

Die Zierpflanzenerhebung wird alle vier Jahre durchgeführt, zuletzt im Jahr 2025. Auskunftspflichtig sind Betriebe, die mindestens 0,3 Hektar Blumen- oder Zierpflanzen im Freiland oder 0,1 Hektar unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen anbauen.

Für die Außenhandelszahlen wurde die Warennummer 06031100 „Rosen, frisch“ ausgewertet. Die Außenhandelsstatistik erfasst den grenzüberschreitenden Warenverkehr Deutschlands mit dem Ausland. Dabei werden Einfuhren auf Landesebene als sogenannter Generalhandel erfasst. Das bedeutet, dass alle Waren gezählt werden, die direkt aus dem Ausland nach Baden-Württemberg gelangen. Ob die Rosen später tatsächlich im Land verkauft oder in andere Bundesländer weitertransportiert werden, lässt sich aus dieser Statistik nicht eindeutig erkennen.

Redaktion
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