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Schock-Prognose der UN: DIESE Krankheit könnte bis 2029 4 Millionen Menschen töten

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Schock-Prognose der UN: DIESE Krankheit könnte bis 2029 4 Millionen Menschen töten
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Das unsichtbare Risiko: Das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises schlägt zum Welt-Aids-Tag Alarm – Warum die Solidarität jetzt überlebenswichtig ist.

Die Welt steht vor einer ernsten Bedrohung, die viele bereits als überwunden glaubten: HIV und Aids. Während die Gesellschaft zunehmend polarisiert und von neuen Krisen abgelenkt ist, geraten die globalen Bemühungen zur Bekämpfung dieser Pandemie in Gefahr.

Anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember warnen das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises (zuständig auch für Heidelberg) und internationale Organisationen vor einer drohenden Katastrophe: Finanzielle Kürzungen bei den globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria könnten den Zugang zu lebensrettenden Medikamenten für Infizierte massiv gefährden und Präventionsmaßnahmen zum Erliegen bringen.


Die globale Schockwelle: Millionen Todesfälle drohen

Die Zahlen der UNAIDS (gemeinsames Programm der Vereinten Nationen für HIV/Aids) sind alarmierend und zeigen, was bei anhaltenden Kürzungen bis zum Jahr 2029 passieren könnte:

  • Todesfälle: Rund vier Millionen Menschen könnten zusätzlich an Aids sterben.

  • Neuinfektionen: Knapp sieben Millionen Menschen könnten sich zusätzlich neu mit HIV infizieren.

Weltweit leben bereits etwa 41 Millionen Menschen mit HIV. Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), mahnt zur globalen Verantwortung:

„Wir dürfen außerdem nicht vergessen: Viren kennen keine Grenzen. Wenn die Zahl von HIV-Infektionen und Aids-Erkrankungen wieder zunimmt, wird sich das auch in Deutschland zeigen. Deshalb muss der globale Einsatz gegen HIV bestehen bleiben.“

HIV-positive Menschen haben ein grundlegendes Recht auf medizinische Versorgung und auf ein Leben ohne Stigmatisierung und Diskriminierung. Das Motto der diesjährigen Kampagne lautet daher: „Gemeinsam. Gerade jetzt.“


Die Kernbotschaft: Solidarität ist lokale Prävention

Auch wenn HIV in Deutschland durch Medikamente heute gut behandelbar ist, gilt dies nur, wenn die Menschen Zugang zu Information, Testung und medizinischer Versorgung erhalten. Die Bedrohung durch die globalen Kürzungen macht die ursprüngliche Kernbotschaft des Welt-Aids-Tages – Solidarität – dringlicher denn je.

Dr. Anne Kühn, stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamts, betont die regionale Verpflichtung:

„Gerade jetzt ist es wichtig, dass wir als Region zeigen: Niemand steht mit seinen Sorgen oder Fragen allein da. […] Deshalb setzen wir auf niedrigschwellige und vertrauensvolle Angebote hier vor Ort.“


Anonym und Kostenlos: Die lokale Hilfe in Heidelberg/Rhein-Neckar-Kreis

Das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises bietet eine essenzielle und vertrauensvolle Anlaufstelle, um die lokale Ausbreitung zu kontrollieren und Betroffenen zu helfen:

Das Amt bietet anonyme und kostenlose Beratung und Testung auf HIV und andere sexuell übertragbare Erkrankungen (STI) an.

So vereinbaren Sie Ihren Termin:

  • Online: Über die Website der HIV-/STI-Beratung: www.rhein-neckar-kreis.de/aidsberatung

  • E-Mail: hiv-sti@rhein-neckar-kreis.de

  • Telefonisch: 06221/522-1820 (montags und donnerstags von 13.30 bis 15.30 Uhr)

Die Möglichkeit zur Testung ist die wichtigste Präventionsmaßnahme. Nur wer seinen Status kennt, kann behandelt werden und eine Weitergabe des Virus verhindern. Am Welt-Aids-Tag appelliert das Gesundheitsamt daher an die Gemeinschaft: Zeigen Sie Solidarität – durch Information, Akzeptanz und die Nutzung der lokalen Hilfsangebote.

Redaktion
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