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Sinsheimer Feuerwehr öffnete ihre Tore für die Bevölkerung

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Reger Andrang herrschte am Sonntag beim Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Sinsheim. Nachdem das Fest im vergangenen Jahr buchstäblich ins Wasser gefallen war, füllte sich das Areal an der Dührener Straße diesmal schnell. „Es waren nicht nur Feuerwehrleute und deren Familien da, sondern erfreulich viele interessierte Bürgerinnen und Bürger“, zeigte sich Kommandant Thomas Nerpel rundum zufrieden. Auch Abordnungen umliegender Nachbarwehren schauten vorbei.

Schlauch-Minigolf und Feuerlöscher-Training

Zwischen warmem Essen, Kaffee, Kuchen und den Bastelecken der „Kids Feuerwehr“ bewies der Nachwuchs jede Menge Kreativität: Die Jugendfeuerwehr hatte eine Minigolfbahn aus aufgerollten Feuerwehrschläuchen in die Halle gelegt. Wer selbst Hand anlegen wollte, griff beim Feuerlöscher-Training beherzt zur Düse und löschte unter fachkundiger Aufsicht sein persönliches kleines Mini-Feuer.

Notstrom-Konzept war zu sehen

Weniger ein Blickfang, im Ernstfall aber umso wichtiger war eine der auf dem Hof ausgestellten mobilen Netzersatzanlagen (NEA) für den Bevölkerungsschutz. Das dieselbetriebene Notstrom-Aggregat auf einem Anhänger leistet 80 kW und verfügt über einen 350-Liter-Tank für autarke Langzeiteinsätze. Sinsheim hatte im Frühjahr 2022 zwei dieser mobilen Großanlagen als Kernbestandteil der Katastrophenschutzplanung beschafft. Sie ergänzen das Notstromkonzept, zu dem weitere mobile Einheiten in den Abteilungen Hasselbach, Hoffenheim, Waldangelloch und Eschelbach sowie beim Sinsheimer THW gehören, um bei flächendeckenden Stromausfällen kritische Infrastrukturen abzusichern.

Neue Fahrzeuge gab´s zu sehen

Im Fuhrpark gab es exklusive Einblicke: So konnten die Besucher einen nagelneuen Mannschaftstransportwagen (MTW) für die Abteilung Reihen bestaunen, der noch in dieser Woche offiziell übergeben wird. Daneben stand der neue „Kdow 3“, der dritte Kommandowagen der Sinsheimer Gesamtfeuerwehr. Der kastenförmige Allrounder soll künftig tagsüber auch für Materialfahrten in die Gerätehäuser der Abteilungen genutzt werden. Zwar prangt der Schriftzug „Feuerwehr Sinsheim“ bereits auf der Karosserie, doch das Stadtwappen fehlte am Sonntag noch. Die Frühpremiere gelang laut Nerpel, weil die Lieferung des neuen Fahrzeugs schneller erfolgte, als zunächst angenommen.

Letztes Fest in der alten Wache?

Gut möglich übrigens, dass der Tag der offenen Tür für die Floriansjünger der letzte am gewohnten, in die Jahre gekommenen Standort war. Die Bauarbeiten für das neue Gerätehaus an der Schwarzwaldstraße biegen allmählich auf die Zielgerade ein. „Wenn alles nach Plan läuft, müsste der große Umzug im nächsten Herbst über die Bühne gehen“, so Nerpel. Dann stoßen die Sinsheimer Floriansjünger 2027 wohl schon in ihrem hochmodernen Neubau mit der Bevölkerung an.

Redaktion
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