Baden-Württemberg. Schreiben der Deutsche Messwesen GmbH sorgen nach Angaben der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg derzeit vermehrt für Verunsicherung. Die Briefe eines privaten Messstellenbetreibers vermittelten den Eindruck, dass Haushalte kurzfristig handeln und einen intelligenten Stromzähler einbauen lassen müssten. Die Verbraucherzentrale rät dazu, das Angebot und die Vertragsbedingungen genau zu prüfen.
Der Anbieter werbe mit einer kostenlosen Installation innerhalb einer Frist von sechs Wochen. Nach Einschätzung von Tina Schwenk, Leiterin der Abteilung Bauen, Wohnen und Energie, erzeugt diese Verbindung aus Frist und Kostenversprechen unnötigen Druck. Weniger auffällig dargestellt würden dagegen die laufenden Kosten: Laut Verbraucherzentrale sieht das beworbene Angebot 99 Euro pro Jahr bei einer Vertragslaufzeit von 24 Monaten vor.
Auch Hinweise auf mögliche Einsparungen beim Netzentgelt sollten nicht als pauschale Zusage verstanden werden. Ob und in welcher Höhe sich Vorteile ergeben, hängt nach Angaben der Verbraucherzentrale von den technischen und individuellen Voraussetzungen im jeweiligen Haushalt ab.
Die Empfänger sind nach Darstellung der Verbraucherzentrale nicht verpflichtet, auf das Angebot dieses Unternehmens einzugehen. Das Schreiben eines privaten Anbieters ist von einer Mitteilung des zuständigen örtlichen Messstellenbetreibers zu unterscheiden. Wer einen Smart Meter erhalten soll oder freiwillig einbauen lassen möchte, sollte sich unabhängig beraten lassen und mehrere Angebote vergleichen. Dabei seien neben möglichen Einbaukosten insbesondere die laufenden Entgelte und die Vertragsdauer zu berücksichtigen.












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