Fast 34,5 Milliarden Euro für Gesundheit
Im Jahr 2023 hat die gesetzliche Krankenversicherung in Baden-Württemberg rund 34,47 Milliarden Euro für Gesundheitsleistungen ausgegeben. Das sind 5,4 Prozent mehr als im Jahr 2022. Der Anstieg liegt damit etwas über dem Durchschnitt aller Bundesländer, der bei 5,2 Prozent liegt. Die Zahlen stammen vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg und beruhen auf den Berechnungen einer Arbeitsgruppe der Länder.
Das wurde am meisten bezahlt
Ein großer Teil des Geldes wurde für ärztliche Behandlungen verwendet. Dafür gaben die Krankenkassen rund 10,8 Milliarden Euro aus. Das entspricht etwa 31 Prozent der gesamten Ausgaben. Fast genauso viel, nämlich rund 10,6 Milliarden Euro, wurde für Waren ausgegeben. Davon machten Medikamente mit etwa 7,1 Milliarden Euro den größten Anteil aus.
Auch für Pflege- und Therapieleistungen wurden viele Milliarden aufgewendet. Rund 7,5 Milliarden Euro wurden dafür ausgegeben, das sind rund 22 Prozent aller Ausgaben.
So viel wurde pro Person ausgegeben
Wenn man die Ausgaben auf alle Versicherten verteilt, ergeben sich für Baden-Württemberg im Jahr 2023 durchschnittlich 3.591 Euro pro Person. Damit liegt das Land unter dem bundesweiten Durchschnitt von 3.786 Euro. Nur in Bremen war dieser Betrag mit 3.397 Euro noch niedriger. Am meisten gab Brandenburg mit 4.141 Euro pro Person aus.
Ausgaben steigen deutlich seit 2019
In den letzten fünf Jahren sind die Ausgaben stark gestiegen. Zwischen 2019 und 2023 stiegen die Leistungsausgaben in Baden-Württemberg um mehr als 5,7 Milliarden Euro. Das ist ein Anstieg von etwa 20 Prozent. Besonders stark war der Zuwachs bei den Ausgaben für allgemeinen Gesundheitsschutz mit einem Plus von 41 Prozent und für Transporte mit einem Anstieg von 34 Prozent.
Was die Zahlen nicht zeigen
Die Zahlen zeigen zwar, wofür das Geld ungefähr ausgegeben wurde, zum Beispiel für ärztliche oder pflegerische Leistungen. Es ist aber nicht genau zu erkennen, in welchen Einrichtungen diese Leistungen erbracht wurden. Ärztliche Behandlungen können zum Beispiel sowohl in Arztpraxen als auch in Krankenhäusern stattfinden – eine getrennte Darstellung nach Ort ist in der Statistik nicht möglich.











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