Sommerzeit ist Beerenzeit
Der Sommer zeigt sich von seiner leckersten Seite. Ob saftige Erdbeeren, süße Pfirsiche, erfrischende Wassermelonen oder heimische Äpfel: Die Marktstände und Supermarktregale im Südwesten sind prall gefüllt. Doch wie viel lassen sich die Menschen in Baden-Württemberg den fruchtigen Vitamingenuss eigentlich kosten? Das Statistische Landesamt Baden-Württemberg hat nun spannende Daten aus der Feinanschreibung der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) ausgewertet und gibt Einblicke in die Ausgabenkultur der privaten Haushalte.
Durchschnittlich 24 Euro im Monat für frische Vitamine
Wie die Auswertung der repräsentativen Unterstichprobe zeigt, gaben private Haushalte in Baden-Württemberg im Jahr 2023 durchschnittlich 24 Euro pro Monat für frisches oder gekühltes Obst aus. Dieser Betrag macht exakt 7 Prozent der gesamten Haushaltsausgaben für Nahrungsmittel aus. Die Erhebung berücksichtigt alle Haushaltsgrößen – vom Single bis zur Großfamilie – und gibt das Ausgabenverhalten gemittelt über das gesamte Kalenderjahr wieder. Ausgaben für Fruchtdesserts oder Obstteller in Restaurants, Cafés und Kantinen sind in diesen Zahlen nicht enthalten.
Die beliebten Obstsorten verteilen sich in den Haushaltskassen wie folgt:
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Stein- und Kernobst (30 %): Äpfel, Birnen, Zwetschgen und Pfirsiche sichern sich unangefochten den größten Marktanteil im Einkaufskorb.
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Beeren (19 %): Heimische Klassiker wie Erdbeeren, Himbeeren und Blaubeeren landen auf dem zweiten Rang.
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Exoten & Südfrüchte (19 %): Gleichauf liegen Datteln, Feigen sowie tropische Früchte wie Bananen und Ananas.
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Sonstige Sorten (32 %): Auf Zitrusfrüchte, Melonen und weitere Sorten entfällt das restliche Drittel der Ausgaben.
Ihre Daten zählen: Statistisches Landesamt sucht Haushalte für 2026
Die Daten der fünfjährlichen EVS und der dazwischen gelagerten Laufenden Wirtschaftsrechnungen (LWR) sind weit mehr als graue Theorie. Sie dienen als essenzielle Grundlage für die staatliche Sozial- und Wirtschaftspolitik. Zudem fließen die statistischen Werte direkt in die Zusammensetzung des amtlichen Warenkorbs ein, mit dem der Verbraucherpreisindex und letztlich die nationale Inflationsrate berechnet werden.
Damit diese Berechnungen auch in Zukunft realitätsnah bleiben, sucht das Statistische Landesamt aktuell noch dringend teilnahmebereite Haushalte in Baden-Württemberg für die Laufenden Wirtschaftsrechnungen (LWR) 2026.
Mitmachen lohnt sich: 90 Euro Prämie und Kassenbon-Foto-App
Die Aufgabe der Teilnehmer ist überschaubar: Sie dokumentieren lediglich einen Monat lang ihre privaten Einnahmen und Ausgaben. Das funktioniert wahlweise klassisch auf Papier oder bequem per Smartphone-App.
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Digital-Bonus: Im Erhebungsjahr 2026 gibt es eine echte Erleichterung: Über die neue App können Kassenbons beim Einkauf von Nahrungsmitteln und Getränken einfach direkt abfotografiert und automatisch erfasst werden.
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Aufwandsentschädigung: Haushalte, die die Dokumentation für einen Monat vollständig einreichen, erhalten eine finanzielle Prämie von 90 Euro.
Welche Haushalte im Südwesten werden aktuell besonders gesucht?
Das Statistische Landesamt weist darauf hin, dass für ein repräsentatives Abbild der Bevölkerung in Baden-Württemberg derzeit noch gezielt nach bestimmten Haushaltskonstellationen gesucht wird:
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Einkommensschwächere Haushalte: Familien und Einzelpersonen mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von unter 1.250 Euro.
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Mehrgenerationenhaushalte: Familien, in denen mehrere Generationen unter einem Dach leben.
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Haushalte mit erwachsenen Kindern: Eltern, deren volljährige Kinder noch im gemeinsamen Haushalt wohnen.
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Selbstständige & Freiberufler: Haushalte, in denen der Hauptverdienende freiberuflich oder als Unternehmer tätig ist.
Anmeldungen zur Teilnahme an der LWR 2026 sind unkompliziert über die offizielle Anmeldeseite unter www.lwr.de/teilnahme möglich.
Methodik: Neuer Standard für genauere Daten
Die Ergebnisse zur Feinanschreibung basieren auf einer zweiwöchigen, detaillierten Protokollierung der Einkäufe von Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren. Die EVS gilt als die größte freiwillige Haushaltserhebung der amtlichen Statistik in Deutschland.
Für die EVS 2023 wurde die Methodik grundlegend überarbeitet und auf die neue internationale Ausgabensystematik (SEA 2021) umgestellt. Die digitale Erfassung per App sorgte für deutlich präzisere Angaben, schränkt jedoch die direkte Vergleichbarkeit mit Erhebungen aus früheren Jahren ein.
Die Fakten zum Obstkonsum & der LWR-Studie im Überblick
| Indikator / Thema | Kennzahl / Information |
| Monatliche Obstausgaben (Schnitt BaWü) | 24 Euro pro Haushalt (7 % des Nahrungsmittelbudgets) |
| Meistgekauftes Obst | Stein- und Kernobst wie Äpfel & Birnen (30 % Anteil) |
| Erhebungszeitraum LWR | 1 Monat Dokumentation im Jahr 2026 |
| Teilnahme-Belohnung | 90 Euro Aufwandsentschädigung |
| Neue Funktion 2026 | Kassenbons einfach per App abfotografieren |
| Gesuchte Zielgruppen | Einkommen unter 1.250 €, Selbstständige, Mehrgenerationen |
| Anmeldung zur Teilnahme | Online unter www.lwr.de/teilnahme |












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