Durchschnittsverdienst leicht gestiegen
Vollzeitbeschäftigte in Baden-Württemberg haben im April 2025 im Durchschnitt 5.034 Euro brutto im Monat verdient. In diesem Wert sind Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld nicht enthalten.
Im Vergleich zum Vorjahr ist der Verdienst um 2,3 Prozent gestiegen. Das entspricht einem Plus von 113 Euro. Die Zahlen stammen vom Statistisches Landesamt Baden-Württemberg.
Der Durchschnittswert bezieht sich auf die gesamte Wirtschaft. Dazu gehören die Land- und Forstwirtschaft, das Produzierende Gewerbe sowie der Dienstleistungsbereich.
Große Unterschiede je nach Beruf
Wie viel jemand verdient, hängt stark vom Beruf ab. Zwischen einzelnen Berufsgruppen gibt es deutliche Unterschiede.
Am wenigsten verdienen Beschäftigte im Bereich Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Tierwirtschaft und Gartenbau. Dort lag der Durchschnittsverdienst bei 3.304 Euro im Monat.
Deutlich mehr verdienen Beschäftigte in naturwissenschaftlichen und technischen Berufen. Im Bereich Naturwissenschaft, Geografie und Informatik lag der Durchschnitt bei 6.074 Euro im Monat.
Besonders hoch ist der Verdienst in IT-Berufen. Beschäftigte in Informations- und Kommunikationstechnik kamen im Schnitt auf 6.367 Euro monatlich.
Am meisten verdienen Beschäftigte in Berufen rund um Unternehmensführung und Organisation. Hier lag der Durchschnitt bei 6.502 Euro im Monat.
Der Abstand zwischen niedrig und hoch bezahlten Berufen bleibt damit weiterhin groß.
Bildung spielt eine wichtige Rolle
Neben dem Beruf hat auch der Bildungsabschluss einen großen Einfluss auf das Einkommen. Grundsätzlich gilt: Je höher die Ausbildung, desto höher ist in der Regel auch der Verdienst.
Beschäftigte ohne abgeschlossene Berufsausbildung verdienten im April 2025 durchschnittlich 3.638 Euro im Monat. Das waren zwar 5,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor, aber weiterhin deutlich weniger als bei ausgebildeten Fachkräften.
Mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung lag der Durchschnitt bei 4.374 Euro im Monat. Das sind 736 Euro mehr als bei Beschäftigten ohne Abschluss.
Noch höher fallen die Verdienste mit weiterführenden Abschlüssen aus. Beschäftigte mit einem Bachelorabschluss verdienten im Schnitt 5.562 Euro, mit Meister-, Techniker- oder Fachschulabschluss 5.692 Euro im Monat.
Mit einem Masterabschluss oder vergleichbaren Abschluss lag der Durchschnittsverdienst bei 7.237 Euro im Monat. Am höchsten war der Verdienst bei Personen mit Promotion oder Habilitation. Sie kamen im Schnitt auf 9.272 Euro monatlich.
Unterschiede auch bei gesuchten Berufen
In vielen Berufen werden derzeit Fachkräfte gesucht. Auch hier zeigen sich Unterschiede beim Verdienst.
Einige dieser sogenannten Engpassberufe werden vergleichsweise gut bezahlt. Dazu gehören zum Beispiel Fachkräfte in der Altenpflege mit 4.564 Euro im Monat oder in der Gesundheits- und Krankenpflege mit 4.624 Euro. Auch Fachkräfte in der Energie- und Kraftwerkstechnik verdienen mit 6.099 Euro im Monat deutlich über dem Durchschnitt von Fachkräften mit Ausbildung.
Es gibt aber auch Engpassberufe mit niedrigeren Einkommen. Dazu gehören zum Beispiel Fachkräfte im Verkauf von Back- und Konditoreiwaren mit 2.680 Euro im Monat oder Beschäftigte im Hotelservice mit 3.281 Euro.
Auch medizinische Fachangestellte (3.429 Euro), Hörgeräteakustiker (3.142 Euro) oder Beschäftigte in der Kunststoff- und Kautschukherstellung (3.837 Euro) verdienen im Schnitt weniger als viele andere Fachkräfte.
Damit zeigt sich, dass ein Fachkräftemangel nicht automatisch bedeutet, dass die Bezahlung hoch ist.













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