Fast 40.000 Menschen bekamen 2025 den deutschen Pass
In Baden-Württemberg haben im Jahr 2025 insgesamt 39.790 Ausländerinnen und Ausländer die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten. Das teilt das Statistisches Landesamt Baden-Württemberg mit. Damit gab es so viele Einbürgerungen wie noch nie seit Beginn der vergleichbaren Statistik im Jahr 2000.
Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl erneut an. 2024 waren bereits 37.806 Menschen eingebürgert worden. Das bedeutet für 2025 noch einmal ein Plus von 5,2 Prozent.
Viele Eingebürgerte waren noch jung
Unter den Menschen, die 2025 eingebürgert wurden, waren 7.855 Minderjährige. Das entspricht knapp einem Fünftel aller Einbürgerungen.
Bei den Erwachsenen waren Männer mit 50,7 Prozent leicht häufiger vertreten als Frauen mit 49,3 Prozent. Das Durchschnittsalter aller eingebürgerten Personen lag bei 32,9 Jahren. Damit waren sie im Schnitt deutlich jünger als die Gesamtbevölkerung Baden-Württembergs. Diese lag 2025 bei durchschnittlich 44,2 Jahren.
Menschen aus Syrien am häufigsten eingebürgert
Die größte Gruppe unter den neuen deutschen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern kam erneut aus Syrien. Insgesamt erhielten 6.495 Syrerinnen und Syrer die deutsche Staatsangehörigkeit.
Im Vergleich zum Vorjahr ging diese Zahl allerdings deutlich zurück. 2024 waren noch 9.106 Menschen aus Syrien eingebürgert worden. Das entspricht einem Rückgang von rund 29 Prozent.
An zweiter Stelle folgten Menschen mit türkischer Staatsangehörigkeit. Hier gab es einen deutlichen Anstieg. 2025 wurden 5.102 ehemals türkische Staatsangehörige eingebürgert. Im Jahr zuvor waren es 3.849 gewesen. Das bedeutet ein Plus von 32 Prozent.
Starke Zuwächse bei mehreren Ländern
Besonders stark stiegen die Einbürgerungszahlen auch bei mehreren Staaten des Westbalkans. Dazu gehören Albanien, Bosnien und Herzegowina, Nordmazedonien, Serbien und Kosovo.
Bei Menschen aus Albanien verdoppelte sich die Zahl der Einbürgerungen sogar mehr als. Dort lag der Anstieg bei 111 Prozent. Auch aus Bosnien und Herzegowina gab es mit plus 87 Prozent deutlich mehr Einbürgerungen als im Vorjahr.
Zuwächse wurden außerdem bei Menschen aus der Ukraine und aus Russland festgestellt. Bei ukrainischen Staatsangehörigen stieg die Zahl der Einbürgerungen um 42 Prozent, bei russischen Staatsangehörigen um 29 Prozent.
Weniger Einbürgerungen gab es dagegen bei Menschen aus Rumänien und Italien. Dort gingen die Zahlen im Vergleich zu 2024 zurück.
Menschen aus 159 Staaten eingebürgert
Insgesamt wurden 2025 Menschen aus 159 verschiedenen bisherigen Staatsangehörigkeiten eingebürgert. Damit zeigt sich, wie unterschiedlich die Herkunftsländer der neuen deutschen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger in Baden-Württemberg sind.
Neue Statistiken kommen hinzu
2025 wurden erstmals zusätzlich Daten zu Einbürgerungsanträgen und abgeschlossenen Einbürgerungsverfahren erhoben. Ergebnisse dazu sollen laut Statistischem Landesamt in einer weiteren Mitteilung veröffentlicht werden.












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