Auftakt mit rund 25 Teilnehmenden
Mit einer ersten Veranstaltung in Speyer hat die Social Economy Roadshow durch die Pfalz begonnen. Rund 25 Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Zivilgesellschaft und Wirtschaft kamen zusammen, um über soziale Unternehmen und ihre Bedeutung für die Region zu sprechen. Ziel der Reihe ist es, die Sozialwirtschaft in der gesamten Metropolregion Rhein-Neckar zu stärken und neue Impulse für die Zusammenarbeit zu setzen.
Organisiert wurde die Auftaktveranstaltung von der Metropolregion Rhein-Neckar in Kooperation mit der Stadt Speyer. Veranstaltungsort war die Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer.
Was ist die Social Economy?
Im Mittelpunkt stand die sogenannte Social Economy. Dazu zählen Unternehmen und Initiativen, die gesellschaftliche Probleme mit unternehmerischen Mitteln angehen. Sie arbeiten wirtschaftlich, verfolgen aber in erster Linie soziale oder gemeinwohlorientierte Ziele. Beispiele sind Projekte zur Integration, zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts oder zur nachhaltigen Entwicklung.
Diskutiert wurde, wie soziale Innovationen vor Ort gefördert werden können und wie eine bessere Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Bereichen gelingt. Ein zentrales Ergebnis des Austauschs war, dass starke Netzwerke, verlässliche Partnerschaften und konkrete Begegnungsorte entscheidend sind. Solche Orte ermöglichen es, neue Ideen zu entwickeln und gemeinsame Projekte umzusetzen.
Impulse aus Praxis und Verwaltung
Nach einer thematischen Einführung durch Vertreterinnen der Stadt Speyer und der Region folgten Praxisberichte aus unterschiedlichen Bereichen. Beiträge kamen unter anderem aus dem Social Economy Cluster Mannheim, vom Bistum Speyer sowie aus einem lokalen Projekt in Lachen-Speyerdorf. Die Referierenden zeigten anhand konkreter Beispiele, wie soziale Projekte entstehen und welche Unterstützung sie benötigen.
Dabei wurde deutlich, dass soziale Unternehmen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Gründe dafür sind tiefgreifende Veränderungen wie Klimawandel, demografischer Wandel, Digitalisierung oder gesellschaftliche Spannungen. Soziale Initiativen können hier einen Beitrag leisten, indem sie neue Lösungen entwickeln und die regionale Wertschöpfung stärken.
Impuls für die gesamte Metropolregion
Die Roadshow ist als längerfristiger Prozess angelegt. Sie soll nicht nur einzelne Veranstaltungen bieten, sondern Kommunen, Institutionen und Initiativen in der gesamten Metropolregion Rhein-Neckar miteinander vernetzen. Gute Beispiele sollen sichtbarer werden, gleichzeitig sollen passende Unterstützungsangebote entwickelt werden.
Die Metropolregion sieht in der gezielten Förderung der Social Economy einen strategischen Ansatz für die regionale Entwicklung. Ziel ist es, wirtschaftliche Tragfähigkeit, soziale Ausgewogenheit und Nachhaltigkeit miteinander zu verbinden.
Teil eines europäischen Projekts
Die Roadshow ist eingebettet in das EU-geförderte Projekt SECON. Dieses Projekt beschäftigt sich mit der Frage, wie soziale Unternehmen auf regionaler Ebene politisch besser unterstützt werden können. Partner aus neun europäischen Ländern arbeiten dabei zusammen.
Am 22. und 23. April 2026 treffen sich die Projektpartner in Mannheim, um Erfahrungen auszutauschen und Empfehlungen für politische Strategien zu entwickeln. Die Ergebnisse sollen in die weitere Ausgestaltung regionaler Förderinstrumente einfließen.
Weitere Informations- und Austauschveranstaltungen im Rahmen der Roadshow sind an verschiedenen Standorten in der Metropolregion Rhein-Neckar geplant.
Mehr Informationen: SECON / Social Economy | Metropolregion Rhein-Neckar











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