Das seit dem 1. April geltende „Österreich-Modell“ an deutschen Tankstellen hat die Kraftstoffpreise spürbar verteuert. Wie eine aktuelle Auswertung des ADAC zeigt, liegt das allgemeine Preisniveau deutlich über den Werten der freien Preisgestaltung aus dem März.
Die Mineralölkonzerne reagieren auf die neue Regelung, nach der Preise nur noch einmal täglich um 12 Uhr erhöht werden dürfen, mit massiven Risikoaufschlägen.
Im Schnitt verteuert sich Super E10 mittags schlagartig um rund neun Cent, bei Diesel beträgt der Anstieg sogar über zehn Cent pro Liter. Zwar sinken die Preise bis zum Abend wieder langsam ab, doch im Tagesdurchschnitt zahlen Autofahrer laut ADAC nun mehr als zuvor.
Der günstigste Zeitpunkt zum Tanken liegt derzeit unmittelbar vor der täglichen Preisanhebung gegen 11 Uhr 45. Auch bei den Verbrauchern stößt die Neuregelung auf wenig Gegenliebe:
In einer Umfrage gaben 42 Prozent der Autofahrer an, das Modell abzulehnen, während nur jeder Fünfte die Reform begrüßt. Trotz der Kritik ist die neue Regel bereits weitgehend bekannt – 95 Prozent der Befragten wissen über die festen Erhöhungszeiten Bescheid.













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