Die Gewerkschaft ver.di hat für Montag und Dienstag zu erneuten Warnstreiks bei der Südwestdeutschen Landesverkehrs-GmbH (SWEG) aufgerufen. Rund 500 Beschäftigte an zahlreichen Bus-Betriebshöfen im Land – darunter Sinsheim und Wiesloch – befinden sich im Ausstand, um für den Kündigungsschutz bei Neuausschreibungen und höhere Löhne zu demonstrieren.
Im regionalen Busverkehr in Baden-Württemberg kommt es zu massiven Ausfällen zum Start der Woche. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten der landeseigenen SWEG für Montag und Dienstag zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen. Betroffen sind Busdepots im ganzen Land, darunter die Standorte in Sinsheim, Wiesloch, Kehl, Offenburg, Lahr und Weil am Rhein. Seit der Frühschicht ruht auf fast allen bestreikten Strecken der Fahrdienst, wovon insbesondere Pendler und Schulkinder betroffen sind.
Hintergrund des Arbeitskampfs sind gleich zwei Tarifkonflikte: Neben den bundesweiten stockenden Verhandlungen zum Eisenbahntarifvertrag (ETV), in denen ver.di 6,5 Prozent mehr Lohn fordert, geht es vor allem um einen regionalen Kündigungsschutz. Die Gewerkschaft verlangt für die rund 500 Fahrerinnen und Fahrer einen Tarif-Sozialplan, da durch Neuausschreibungen von Linienbündeln und Umstrukturierungen der SWEG betriebsbedingte Kündigungen und Verschlechterungen bei den Konditionen drohen. Die Gewerkschaftsführung bedauerte die Unannehmlichkeiten für Fahrgäste, warf der Arbeitgeberseite jedoch vor, seit Monaten Verhandlungstermine zu diesen existentiellen Schutzforderungen zu blockieren.












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