Kurzer Blackout am Nachmittag
Am Mittwochmittag hat eine kurze, aber in mehreren Orten spürbare Stromunterbrechung für Verwunderung gesorgt. Betroffen waren Teile von Hilsbach, Adelshofen, Elsenz und einzelne Anschlüsse in Ittlingen. Die Ursache lag – wie sich inzwischen zeigt – nicht im weiten Feld der Spekulationen, sondern an einer defekten Mittelspannungs-Freileitung.
Wer gegen 14.49 Uhr einen Blick auf den Störungsmonitor warf, sah den knappen Hinweis, der viele Haushalte aufhorchen ließ: „Aktuell kommt es in Hilsbach zu einer Störung der Stromversorgung. Weitere betroffene Ortsteile: Adelshofen, Elsenz, Eppingen, Ittlingen.“ Zu diesem Zeitpunkt waren laut Anzeige rund zwei Prozent der örtlichen Anschlüsse ohne Versorgung – verteilt über mehrere Ortsteile, was die Ursache zunächst nebulös erscheinen ließ. Wie die Netze BW auf Anfrage mitteilt, begann die Störung um exakt 14.44 Uhr. Tatsächlich waren größere Teile von Elsenz und Adelshofen von der Versorgung gekappt.
Auslöser war defekte Freileitung
In Hilsbach und Ittlingen waren lediglich Aussiedlerhöfe am Ortsrand, wie die Forlenhöfe oder die Campingsiedlung Hilsbachtal betroffen. Eine Mittelspannungs-Freileitung hatte einen Defekt erlitten. Durch sogenannte Umschaltungen im Mittelspannungsnetz, vereinfacht gesagt: Das Umleiten der Stromflüsse über andere Leitungswege, konnte der Entstördienst die Versorgung Stück für Stück wieder herstellen. Ab 14.55 Uhr hatten bereits die meisten Haushalte wieder Strom, gegen 15.29 Uhr war die Störung vollständig behoben.
Nach 11 Minuten gingen erste Anschlüsse wieder
Für die Betroffenen dürfte der Ausfall eher ein kurzes Ärgernis gewesen sein – manche bemerkten ihn gerade einmal 11 Minuten lang. Dass sich die Technik im Hintergrund so rasch neu sortieren konnte, liegt an der redundanten Struktur des Netzes: Viele Leitungen sind doppelt geführt, damit Fehler abgefangen werden können, bevor sie größere Auswirkungen entfalten.














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