Waibstadt

Stromnetz-Verstärkung: Das passiert bei den Kartierungsarbeiten in Waibstadt

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Stromnetz-Verstärkung: Das passiert bei den Kartierungsarbeiten in Waibstadt

Projekt P677 im Überblick

Die TransnetBW GmbH mit Sitz in Stuttgart betreibt das Höchstspannungsnetz in Baden-Württemberg. Als Übertragungsnetzbetreiber ist das Unternehmen nach § 11 des Energiewirtschaftsgesetzes verpflichtet, das Stromnetz instand zu halten, zu optimieren und bei Bedarf auszubauen.

Zu diesen Maßnahmen gehört auch das Projekt „P677: Netzverstärkung zwischen Rheinau und Hüffenhardt“. Dabei wird eine bestehende Freileitung um einen zusätzlichen 380-Kilovolt-Stromkreis erweitert. Außerdem sind Anpassungen und Verstärkungen in den betroffenen Schaltanlagen vorgesehen.

Derzeit bereitet TransnetBW die erforderlichen Genehmigungsunterlagen vor. In diesem Zusammenhang werden Kartierungsarbeiten durchgeführt, um zu prüfen, ob das Vorhaben mit den Anforderungen des Natur- und Artenschutzes vereinbar ist.

Zeitraum und Durchführung der Kartierungen

Bereits in Kalenderwoche 7 des Jahres 2026 informierte TransnetBW ortsüblich über die geplanten Kartierungsarbeiten sowie über die betroffenen Flurstücke. Die Arbeiten sind für den Zeitraum von Kalenderwoche 8 bis Kalenderwoche 35 im Jahr 2026 angekündigt.

Durchgeführt werden die Untersuchungen vom beauftragten Unternehmen Baader Konzept GmbH. Ziel ist die Erfassung ökologischer, biologischer, geografischer und geologischer Gegebenheiten im Projektgebiet.

Die Zeitpunkte der Kartierungen richten sich nach den Lebenszyklen von Pflanzen und Tieren. Je nach Art oder Artengruppe werden unterschiedliche Methoden eingesetzt. Dazu zählen Begehungen und Sichtbeobachtungen, aber auch das Ausbringen von Hilfsmitteln wie Schlangenbrettern, Haselmaus-Tubes, Niströhren, Horchboxen, Reusen oder Hydrophonen. Teilweise kommen auch Hand- und Kescherfänge zum Einsatz.

Für die Arbeiten ist es erforderlich, land- oder forstwirtschaftlich genutzte Flächen sowie private und öffentliche Wege zu betreten oder im Einzelfall zu befahren. In der Regel erfolgen die Kartierungen zu Fuß. Je nach Untersuchungsziel dauern sie zwischen 15 Minuten und mehreren Stunden pro Tag.

Haselmaus-Tubes in Waibstadt

Im Rahmen der Kartierungen werden in Waibstadt, auf den Flurstücken 27367, 27369 und 27370 Haselmaus-Tubes beziehungsweise Niströhren an Sträuchern und Bäumen angebracht.

Diese Vorrichtungen dienen der Untersuchung geschützter Tierarten. Sie sollen für einen Zeitraum von drei bis maximal neun Monaten nicht entfernt werden.

Rechtliche Grundlage und Schadensregelung

Die Berechtigung zur Durchführung der Vorarbeiten ergibt sich aus § 44 Absatz 1 Satz 1 des Energiewirtschaftsgesetzes. Mit der öffentlichen Bekanntmachung werden Eigentümerinnen und Eigentümer sowie sonstige Nutzungsberechtigte gemäß § 44 Absatz 2 EnWG über die Maßnahmen informiert.

Im Regelfall entstehen durch die Kartierungsarbeiten keine Schäden oder Einschränkungen. Sollte es dennoch zu Flurschäden kommen, können diese gemeldet werden. Entstandene Schäden werden zeitnah behoben oder vollständig entschädigt.

Kontakt und weitere Informationen

Weitere Informationen zum Projekt P677 sind auf der Internetseite von TransnetBW abrufbar. Bei Fragen zu den Kartierungsarbeiten oder zum Projekt steht TransnetBW unter folgenden Kontaktdaten zur Verfügung:

TransnetBW GmbH
Frau Anja Putterstein
Gebäude Look21
Heilbronner Straße 51–55
70191 Stuttgart
E-Mail: dialognetzbau@transnetbw.de
Telefon: 0800 / 3804701

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