Viele Studierende organisieren ihren Studienalltag zwischen Vorlesungen, Hausarbeiten und Nebenjob.
Wenn das Studium beginnt, ändern sich auch die Finanzen
Viele Schulabgänger starten nach dem Abschluss ins Studium – und damit in einen neuen Lebensabschnitt. In Hochschulstädten wie Heidelberg oder Mannheim zeigt sich schnell, dass es nicht nur um Vorlesungen, Seminare und neue Kontakte geht. Auch ganz praktische Fragen tauchen plötzlich auf: Wie lässt sich das Studium eigentlich finanzieren?
In den ersten Wochen merken viele erst, wie schnell sich kleine Ausgaben summieren. Ein paar Einkäufe hier, ein spontaner Abend mit Freunden dort – und am Ende des Monats bleibt vom Budget oft weniger übrig als gedacht. Studien zur wirtschaftlichen Lage von Studierenden zeigen, dass die monatlichen Lebenshaltungskosten im Durchschnitt bei etwa 900 bis 1.000 Euro liegen. Darin enthalten sind Miete, Semesterbeiträge, Lebensmittel, Lernmaterialien und viele kleinere Ausgaben im Alltag.
Der größte Kostenpunkt ist meist die Miete. In vielen Hochschulstädten sind die Preise in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Für ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft zahlen Studierende häufig zwischen 400 und 500 Euro im Monat – in Städten wie Heidelberg teilweise sogar deutlich mehr.
Nach einigen Monaten wird vielen klar, wie wichtig eine realistische Finanzplanung ist. Wenn Miete, Semesterbeitrag und erste Anschaffungen für Bücher oder Lernmaterial bezahlt sind, bleibt vom Budget oft weniger übrig als erwartet. Besonders dann, wenn zusätzlich Literatur für eine Seminar- oder Hausarbeit benötigt wird.
Spätestens dann beschäftigen sich viele auch mit möglichen Finanzierungswegen – und stoßen dabei früher oder später auf BAföG.
BAföG – eine wichtige Unterstützung für viele Studierende
Für viele Studierende gehört BAföG zur Studienfinanzierung dazu. Besonders dann, wenn die Eltern die Kosten nicht vollständig übernehmen können, hilft die staatliche Förderung dabei, den Alltag finanziell besser zu bewältigen.
Wie hoch die Unterstützung ausfällt, ist allerdings unterschiedlich. Entscheidend ist unter anderem das Einkommen der Eltern. Auch die Wohnsituation spielt eine Rolle: Studierende mit eigener Wohnung oder WG erhalten in der Regel mehr Unterstützung als diejenigen, die noch bei ihren Eltern wohnen.
Allerdings erhält nur ein vergleichsweise kleiner Teil der Studierenden BAföG. Nach aktuellen Zahlen profitieren rund elf Prozent der Studierenden von der staatlichen Förderung.
Spürbar wird diese Unterstützung vor allem dann, wenn neben den laufenden Lebenshaltungskosten zusätzliche Ausgaben entstehen – etwa für Fachliteratur oder Materialien für Seminar- und Hausarbeiten.
Nebenjob und Studium gleichzeitig – für viele Alltag
Neben BAföG arbeiten viele Studierende zusätzlich neben dem Studium. Manche als Werkstudent in Unternehmen, andere im Café, im Einzelhandel oder als studentische Hilfskraft an der Hochschule.
Studien zeigen, dass rund zwei Drittel der Studierenden während ihres Studiums arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Studierende mit Nebenjob arbeiten im Durchschnitt etwa elf Stunden pro Woche.
Gerade in wirtschaftsstarken Regionen mit vielen Unternehmen gibt es häufig Werkstudentenstellen, die sich gut mit dem Studium kombinieren lassen. Sie sind oft besser bezahlt als klassische Minijobs und bieten gleichzeitig erste praktische Einblicke in mögliche Berufsfelder.
Ganz stressfrei ist diese Kombination allerdings nicht immer. Viele Studierende kennen die Situation: Eine Hausarbeit muss abgegeben werden, kurz darauf steht eine Klausur an – und gleichzeitig wartet im Nebenjob eine zusätzliche Schicht am Wochenende. In solchen Wochen zeigt sich schnell, wie wichtig eine gute Planung der eigenen Zeit ist.
Gerade wenn Nebenjob, Vorlesungen und Prüfungen gleichzeitig laufen, bleibt für größere schriftliche Arbeiten oft nur begrenzt Zeit. Viele Studierende nutzen deshalb digitale Hilfsmittel wie Zotero, Citethisforme, Studytexter, um Literatur zu verwalten, Texte zu strukturieren und Abschlusspräsentationen gezielt vorzubereiten – sei es für Referate, Seminararbeiten oder Abschlussarbeiten.
Wo Studierende im Alltag Geld sparen können
Neben zusätzlichen Einnahmen lohnt sich auch ein Blick auf die eigenen Ausgaben. Deshalb ziehen viele lieber in eine Wohngemeinschaft statt in eine eigene Wohnung. Das spart nicht nur Geld, sondern erleichtert oft auch vieles im Alltag.
In beliebten Universitätsstädten der Region – etwa Heidelberg oder Mannheim – kann die Wohnungssuche allerdings schnell zur Herausforderung werden. WG-Zimmer sind gefragt und häufig schnell vergeben.
Auch beim Lernen lässt sich Geld sparen. Viele Fachbücher stehen in Universitätsbibliotheken zur Verfügung oder können gebraucht gekauft werden. Gerade bei teuren Lehrbüchern macht das einen spürbaren Unterschied – besonders dann, wenn für Seminararbeiten mehrere Quellen benötigt werden.
Hilfreich kann es außerdem sein, die eigenen Ausgaben grob zu planen. Wer seine Fixkosten kennt, hat meist auch einen besseren Überblick darüber, wie viel Geld für Freizeit oder spontane Ausgaben übrig bleibt.
Was Studierende daraus mitnehmen können
Im Studium geht es schnell um mehr als nur Vorlesungen und Prüfungen. Finanzen, Nebenjob und größere schriftliche Arbeiten müssen oft parallel organisiert werden.
Für viele entsteht mit der Zeit eine Mischung aus BAföG, Nebenjob und einem bewussteren Umgang mit den eigenen Ausgaben. Mit etwas Planung lässt sich der Studienalltag meist gut bewältigen – auch wenn es zwischendurch Wochen gibt, in denen mehrere Abgaben und Prüfungen gleichzeitig anstehen.






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