Nach schwierigen Verhandlungen einigt sich ver.di mit den Bundesländern auf Lohnerhöhungen und einen Mindestbetrag von 100 Euro. In Baden-Württemberg profitieren über 300.000 Angestellte und Beamte von dem Abschluss, der auch die vollständige Ost-West-Angleichung besiegelt.
Nach harten Verhandlungen in Potsdam gibt es einen Durchbruch für den öffentlichen Dienst der Länder. Wie die Gewerkschaft ver.di mitteilte, erhalten die rund 925.000 Tarifbeschäftigten der Bundesländer – mit Ausnahme von Hessen – eine Gehaltserhöhung von insgesamt 5,8 Prozent. Die Einigung sieht zudem einen Mindestbetrag von 100 Euro vor.
Der Abschluss hat eine Laufzeit von 27 Monaten und erfolgt in drei Schritten: Die erste Erhöhung um 2,8 Prozent greift zum 1. April 2026, gefolgt von weiteren Stufen in den Jahren 2027 und 2028. In Baden-Württemberg sind insgesamt gut 110.000 Angestellte direkt betroffen; zudem wird erwartet, dass das Ergebnis zeitnah auf die rund 194.000 Beamtinnen und Beamten im Land übertragen wird.
Besondere Fortschritte meldet die Gewerkschaft bei der Ost-West-Angleichung der Arbeitsbedingungen sowie bei den Nachwuchskräften, deren Vergütung um insgesamt 150 Euro steigt. Auch für die rund 300.000 studentischen Beschäftigten an Hochschulen wurden höhere Mindeststundenentgelte von bis zu 15,90 Euro vereinbart. ver.di-Chef Frank Werneke betonte, dass man damit den Anschluss an das Lohnniveau von Bund und Kommunen gewahrt habe.










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