In Baden-Württemberg starten am morgigen Freitag die Tarifverhandlungen für die rund 500.000 Beschäftigten im Einzel- und Versandhandel. Die Gewerkschaft ver.di geht mit der Forderung nach einer pauschalen Erhöhung der Löhne und Gehälter um 300 Euro in die Gespräche.
Zudem verlangt die Arbeitnehmerseite eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 150 Euro bei einer kurzen Vertragslaufzeit von zwölf Monaten.
Verhandlungsführer Wolfgang Krüger begründete die Forderungen in Stuttgart mit den massiv gestiegenen Lebenshaltungskosten, die insbesondere Mitarbeiter in den unteren und mittleren Einkommensgruppen belasten würden. Eine pauschale Erhöhung sei hier der wirksamste Schutz vor Reallohnverlusten.
Gleichzeitig müsse die Branche durch höhere Vergütungen für Nachwuchskräfte attraktiver werden, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Die Verhandlungen beginnen gegen 10 Uhr 30 in Sindelfingen.
Da die alten Entgelttarifverträge bereits Ende März ausgelaufen sind, hofft die Gewerkschaft auf ein schnelles Signal der Arbeitgeber.













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