Veto des Aufsichtsrats
Der Tarifpoker bei den staatlichen Spielbanken in Baden-Württemberg droht nach einer überraschenden Entscheidung des Aufsichtsrats zu eskalieren. Das Kontrollgremium der hundertprozentigen Landestochter verweigerte einem bereits ausgehandelten Kompromiss zwischen der Geschäftsführung und der Gewerkschaft ver.di die Zustimmung. Das Verhandlungsergebnis vom Juni sah unter anderem eine Gehaltserhöhung von monatlich zweihundertdreißig Euro vor, die dauerhaft in die Tabelle einfließen sollte.
Die Gewerkschaft ver.di kritisierte die Entscheidung scharf als unzulässigen Eingriff in die Tarifautonomie. Zudem warf der Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite vor, das Angebot im Juni nur vorgelegt zu haben, um angekündigte Streiks im laufenden Betrieb der drei Casinos mit über fünfhundert Beschäftigten zu verhindern. Da das neue, vom Aufsichtsrat unterstützte Angebot keine dauerhafte Übernahme in die Gehaltstabelle vorsieht, hat die Gewerkschaft die Gespräche vorerst ausgesetzt und schließt neue Streiks nicht aus.











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