Achtung, Weihnachts-Falle
Der Schock-Moment im Advent: Die Polizei warnt vor organisierten Banden auf Weihnachtsmärkten – So schützen Sie Ihre Wertsachen WIRKLICH!
Die Adventszeit lockt Millionen Deutsche in die festlich geschmückten Innenstädte und auf die gemütlichen Weihnachtsmärkte. Glühwein-Duft, Lichterglanz und die Suche nach Geschenken – eigentlich die schönste Zeit des Jahres. Doch dort, wo das Gedränge am größten und die Stimmung am ausgelassensten ist, lauern hochprofessionelle und oft grenzüberschreitend agierende Taschendieb-Banden.
Ein kleiner Rempler, ein harmlos wirkendes Gespräch oder ein Moment der Unachtsamkeit – und schon ist das Portemonnaie samt Kreditkarten oder das teure Smartphone weg. Wenn der Verlust erst später bemerkt wird, kann der Schaden immens sein.
Die Polizeiliche Kriminalprävention und der Sperr-Notruf 116 116 schlagen Alarm und geben entscheidende Tipps, wie Sie in dieser turbulenten Zeit Ihre Wertsachen optimal schützen können.
Die Masche der Profis: Warum Sie Täter selten erkennen
Taschendiebe sind keine Einzeltäter, sondern arbeiten oft in perfekt organisierten Gruppen, wie Sabrina Krenzler, Geschäftsführerin der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes, erklärt:
„Taschendiebe sind oft gut organisiert, arbeiten hochprofessionell und operieren über Ländergrenzen hinweg. In der Regel agieren sie in Gruppen: Eine Person sorgt für Ablenkung, während eine zweite zuschlägt und die dritte mit der Beute in der Menge verschwindet.“
Das perfide daran: Da die Opfer den Verlust meist erst spät bemerken, ist es oft unmöglich, die Täter zu identifizieren oder sie auf frischer Tat zu ertappen. Wachsamkeit ist deshalb der beste Schutz.
5 simple Tipps: So machen Sie Langfinger chancenlos
Es braucht nur ein paar einfache Verhaltensregeln, um das Risiko, Opfer eines Diebstahls zu werden, drastisch zu senken. Machen Sie Ihren Weihnachtsbummel zum Albtraum für Taschendiebe:
-
Körpernah tragen: Stecken Sie Wertsachen niemals in Außenfächer von Rucksäcken oder leicht zugängliche Jackentaschen. Nutzen Sie verschließbare Innentaschen oder tragen Sie eine Gürteltasche unter der Kleidung.
-
Minimalismus ist King: Begrenzen Sie Bargeld und Zahlungskarten auf das absolute Notwendige. Je weniger Sie dabeihaben, desto geringer ist der mögliche Schaden.
-
Die PIN ist heilig: Niemals die PIN aufschreiben oder weitergeben! Die Eingabe an Kassen oder Geldautomaten muss immer verdeckt erfolgen, um das Ausspähen durch Dritte zu verhindern.
-
Wachsam bleiben: Seien Sie besonders aufmerksam im Gedränge und bei unerwarteten Situationen, wie einem Rempler oder einem Ablenkungsmanöver durch Fremde.
-
Smartphones doppelt sichern: Schützen Sie Ihr Handy oder Ihre Smartwatch immer mit PIN, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung. Nur so können Kriminelle nicht auf die digital gespeicherten Zahlungsmittel zugreifen.
Sandra Königstein, Vorstandsvorsitzende des Sperr-Notrufs, ergänzt einen wichtigen Hinweis zur Geheimhaltung der PIN: „Ein wichtiger Schutzmechanismus ist nicht nur die verdeckte PIN-Eingabe, sondern auch, die Geheimzahl zuverlässig im Gedächtnis zu verankern, ohne schriftliche Notizen. Praktische Tipps dazu bietet www.pin-im-sinn.de.“
Die wichtigste Sofort-Maßnahme: So retten Sie Ihr Konto
Wenn es doch passiert ist, zählt jede Sekunde! Nur wer schnell handelt, kann größeren finanziellen Schaden verhindern.
Schritt 1: Die sofortige Sperrung
Der wichtigste Schritt ist die sofortige Sperrung aller Zahlungskarten – auch der digitalen Karten auf Smartphone oder Smartwatch.
-
Sperr-Notruf: Rufen Sie sofort die 116 116 an. Der Service ist kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Sollte die 116 116 in seltenen Fällen nicht erreichbar sein, nutzen Sie alternativ die +49 (0) 30 40504050.
-
SperrApp: Nutzen Sie alternativ die SperrApp, um die Sperrung schnell durchzuführen.
Schritt 2: Polizei einschalten
Melden Sie den Verlust oder den betrügerischen Karteneinsatz umgehend der Polizei.
-
Wichtig für Lastschriftverfahren: Nur über die polizeiliche Meldung kann die girocard auch für das elektronische Lastschriftverfahren (Zahlung mit Unterschrift) gesperrt werden.
Schritt 3: Konten prüfen
Behalten Sie Ihre Kontobewegungen regelmäßig im Blick und reklamieren Sie unberechtigte Abbuchungen sofort bei Ihrer Bank oder Sparkasse.
Gehen Sie unbeschwert, aber wachsam, durch die Adventszeit! Die Polizei-Beratungsseite liefert zusätzliche Informationen: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/diebstahl/taschendiebstahl/














Rückmeldung an den Autor?