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Treibhausgas-Ausstoß sinkt deutlich

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Treibhausgas-Ausstoß sinkt deutlich
Foto: pixabay

Baden-Württemberg stößt weniger Treibhausgase aus

Im Jahr 2023 wurden in Baden-Württemberg rund 63,4 Millionen Tonnen Treibhausgase ausgestoßen. Das ist der niedrigste Wert seit dem Jahr 1990. Gegenüber 2022 sanken die Emissionen um 12,3 Prozent. Der Rückgang ist auf mehrere Gründe zurückzuführen: Es wurde weniger Strom aus Steinkohle produziert, der Anteil erneuerbarer Energien stieg, und die Industrie produzierte weniger – vor allem in Bereichen mit hohem Energiebedarf.


Deutschland und die EU ebenfalls mit Rückgang

Nicht nur in Baden-Württemberg, auch in ganz Deutschland und in der EU gingen die Emissionen 2023 deutlich zurück. In der EU 27 wurden 8 Prozent weniger Treibhausgase ausgestoßen als im Vorjahr. Deutschland lag mit einem Minus von 10,3 Prozent über dem EU-Durchschnitt.


Ziele für das Jahr 2040

Die EU will bis 2040 ihre Treibhausgasemissionen um 90 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 verringern. Deutschland strebt eine Senkung um mindestens 88 Prozent an. Baden-Württemberg hat sich sogar das Ziel gesetzt, ganz treibhausgasneutral zu werden. Das bedeutet: Es sollen spätestens ab 2040 keine Treibhausgase mehr ausgestoßen werden, oder es muss ein Ausgleich durch Bindung der Gase erfolgen.


Vergleich mit dem Jahr 1990

Im Vergleich zum Jahr 1990 sind die Emissionen in Baden-Württemberg bis 2023 um 30,5 Prozent gesunken. In der EU waren es 36,3 Prozent. Deutschland hat seinen Treibhausgas-Ausstoß seit 1990 um 46,3 Prozent verringert. Das Land verursacht etwa 22 Prozent aller Treibhausgase in der EU und ist damit der größte Emittent. Danach folgen Italien und Frankreich, die ihre Emissionen um 26,4 beziehungsweise 31,1 Prozent senkten. Zypern ist das einzige EU-Land, das mehr Treibhausgase ausstößt als 1990 – dort sind die Werte um 52,4 Prozent gestiegen.


Erste Schätzungen für das Jahr 2024

Die ersten Zahlen für 2024 zeigen, dass sich das Tempo der Reduktion verlangsamt hat. In Baden-Württemberg sanken die Emissionen um 3,6 Prozent, in Deutschland um 3,4 Prozent und in der gesamten EU 27 um rund 2 Prozent. Die größten Rückgänge gab es weiterhin im Energiesektor – vor allem durch den Ausbau von Wind- und Solarstrom. In anderen Bereichen wie Verkehr oder Landwirtschaft waren kaum Veränderungen erkennbar.

Redaktion
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