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Trockenheit und Hitze drücken Getreideernte in Baden-Württemberg

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Trockenheit und Hitze drücken Getreideernte in Baden-Württemberg

Die anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen machen sich in der Landwirtschaft zunehmend bemerkbar. Nach ersten Ertragsschätzungen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg wird die Getreideernte 2026 voraussichtlich deutlich kleiner ausfallen als im Vorjahr. Besonders die wochenlange Hitze sowie ausbleibende Niederschläge haben die Entwicklung vieler Kulturen beeinträchtigt. Hinzu kamen regional starke Unwetter mit Hagel und Starkregen, die teils erhebliche Schäden auf den Feldern verursachten.

Getreideernte deutlich unter Vorjahresniveau

Nach den aktuellen Schätzungen werden in Baden-Württemberg 2026 rund 2,58 Millionen Tonnen Getreide ohne Körnermais geerntet. Im Vorjahr waren es noch 2,93 Millionen Tonnen, der Durchschnitt der vergangenen sechs Jahre liegt bei 2,73 Millionen Tonnen.

Als Hauptursachen nennt das Statistische Landesamt die extreme Trockenheit und Hitze der vergangenen Wochen. Die Witterung führte unter anderem zu kleineren Körnern und vorzeitig abreifenden Beständen. Mitte Juli verschärften regional auftretende Starkregen und Hagelschauer die Situation zusätzlich und zerstörten mancherorts Ernten teilweise oder vollständig.

Wintergerste kommt vergleichsweise glimpflich davon

Von den wichtigsten Getreidearten konnte sich die Wintergerste den Auswirkungen der Hitzewelle noch am besten entziehen. Durch ihre frühe Abreife blieb sie weitgehend verschont. Der erwartete Ertrag liegt bei 7,1 Tonnen je Hektar und damit in etwa auf dem Durchschnitt der vergangenen sechs Jahre. Gegenüber dem Vorjahr mit 7,5 Tonnen je Hektar fällt das Ergebnis jedoch niedriger aus.

Winterweizen und Hafer mit deutlichen Einbußen

Beim Winterweizen wird ein Ertrag von 6,8 Tonnen je Hektar erwartet. Das sind 7,1 Prozent weniger als im Durchschnitt der vergangenen sechs Jahre und 12,4 Prozent weniger als 2025.

Erstmals wurde auch Dinkel separat erfasst. Hier rechnet das Statistische Landesamt mit 5,4 Tonnen je Hektar. Triticale erreicht voraussichtlich 6,9 Tonnen je Hektar und liegt damit leicht über dem langjährigen Durchschnitt.

Die Sommergerste kommt nach aktuellen Schätzungen auf 5,4 Tonnen je Hektar. Damit bleibt sie deutlich unter dem Vorjahreswert von 6,2 Tonnen, bewegt sich aber noch nahe am Durchschnitt der vergangenen Jahre. Beim Hafer zeichnet sich dagegen mit 4,4 Tonnen je Hektar bereits jetzt ein deutlich unterdurchschnittliches Ergebnis ab.

Winterraps besonders stark betroffen

Besonders deutlich wirken sich die Wetterbedingungen auf den Winterraps aus. Für die wichtigste Ölpflanze wird lediglich ein Ertrag von 3,6 Tonnen je Hektar erwartet und damit ein unterdurchschnittliches Ergebnis.

Weitere Erhebungen laufen bereits

Die jetzt veröffentlichten Zahlen beruhen auf den ersten Ertragsschätzungen aus dem Juni. Nach Angaben des Statistischen Landesamts läuft inzwischen bereits die nächste Erhebungsrunde. Aufgrund des inzwischen weiter fortgeschrittenen Ernteverlaufs deuten die bisherigen Rückmeldungen darauf hin, dass die tatsächlichen Erträge teilweise sogar noch niedriger ausfallen könnten als in der aktuellen Schätzung.

Redaktion
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