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Trotz Tankrabatt: Spritpreise knacken wieder die Zwei-Euro-Marke

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Trotz Tankrabatt: Spritpreise knacken wieder die Zwei-Euro-Marke

Die Erleichterung an den deutschen Zapfsäulen währte nur kurz. Trotz der am 1. Mai in Kraft getretenen Energiesteuersenkung müssen Autofahrerinnen und Autofahrer wieder tiefer in die Tasche greifen. Nach der aktuellen Auswertung des ADAC hat der Preis für Super E10 die psychologisch wichtige Schwelle von zwei Euro überschritten. Ein Liter kostet im bundesweiten Mittel aktuell 2,008 Euro – das bedeutet ein sattes Plus von 3,5 Cent im Vergleich zur Vorwoche.

Rohölpreis treibt die Zapfsäulen-Preise nach oben

Auch beim Diesel zieht der Preis wieder an, wenn auch etwas moderater. Für einen Liter müssen Autofahrer im Schnitt 1,997 Euro bezahlen (ein Plus von 1,4 Cent).

Dass die Preise trotz des staatlichen Tankrabatts klettern, liegt laut ADAC-Experten vor allem an den internationalen Rohölmärkten. Der Preis für ein Fass der Sorte Brent kletterte innerhalb einer Woche von rund 105 US-Dollar auf nun etwa 111 US-Dollar. Ohne die auf zwei Monate befristete Steuersenkung läge das Preisniveau an den Tankstellen folglich noch deutlich höher. Der ADAC betont in diesem Zusammenhang, dass der Tankrabatt mittlerweile mehrheitlich bei den Verbrauchern ankommt und die Preise im Vergleich zum extrem teuren Vormonat spürbar abfedert.

Das „Österreich-Modell“ fällt bei Autofahrern durch

Ein klares Meinungsbild liefert eine aktuelle Umfrage des ADAC zur neuen Marktregulierung. Seit der Einführung des sogenannten „Österreich-Modells“ dürfen Tankstellen ihre Preise nur noch einmal täglich um Punkt 12 Uhr mittags anheben. Preissenkungen sind zwar unbegrenzt erlaubt, doch die Begeisterung der Bevölkerung hält sich in engen Grenzen:

  • Negatives Urteil: Bis zu 50 Prozent der Befragten bewerten die Regelung ausdrücklich negativ.

  • Positives Urteil: Lediglich mickrige 20 Prozent sehen einen Vorteil in dem System.

Die starre Regelung führt zu einem veränderten Tankverhalten in Deutschland. Um der drastischen Preisanhebung zur Mittagszeit zu entgehen, planen immer mehr Menschen den Stopp an der Zapfsäule gezielt für die Vormittagsstunden ein.

ADAC-Spartipp: Das neue Zeitfenster für Schnäppchenjäger

Durch die gesetzliche Deckelung der Preiserhöhungen hat sich ein neues, optimales Tankfenster im Tagesverlauf etabliert. Da die Tankstellen im Laufe des Nachmittags und der Nacht die Preise schrittweise senken, um Kunden anzulocken, ehe um 12 Uhr der große Aufschlag erfolgt, gilt eine neue Faustregel.

Der Experten-Rat: Nutzen Sie die Stunden kurz vor 12 Uhr mittags. In diesem Zeitfenster haben die Tankstellen im harten Konkurrenzkampf ihre Preise meist auf den tiefsten Stand des Tages herabgesenkt. Wer erst um 12:05 Uhr an die Zapfsäule fährt, zahlt den vollen Aufschlag des Tages.

Der aktuelle Preis an der Tankstelle

Kraftstoffart Bundesweiter Durchschnitt Veränderung zur Vorwoche
Super E10 2,008 € + 3,5 Cent
Diesel 1,997 € + 1,4 Cent
Rohöl (Brent) ca. 111 US-Dollar + 6 US-Dollar
Redaktion
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