Die Gewerkschaft ver.di hat angekündigte Sparmaßnahmen beim Gemeinschaftsbetrieb der Stuttgarter Zeitung und der Stuttgarter Nachrichten scharf verurteilt. Die Pläne der Geschäftsführung sehen vor, vierzig weitere Stellen abzubauen. Zudem sollen bis zu achtzig Beschäftigte in eine tarif- und betriebsratslose Tochtergesellschaft mit Sitz in Berlin überführt werden. Nach Angaben der Gewerkschaft könnte der Medienbetrieb damit langfristig fast die Hälfte seiner derzeit rund dreihundertköpfigen Belegschaft verlieren.
Die Landesbezirksleiterin von ver.di Baden-Württemberg, Maike Schollenberger, sprach von einer Missachtung der Mitbestimmungsrechte und warnte vor drastischen Qualitätseinbußen im Journalismus. Erst zu Beginn des Jahres hatten die Beschäftigten nach einem wochenlangen Streik einen neuen Firmentarifvertrag erkämpft. ver.di wirft der Konzernführung nun vor, die mühsam erzielte Tarifbindung bereits nach einem halben Jahr wieder auszuhebeln, und kündigte Widerstand gegen die Pläne an.













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