Protest in Stuttgart
In Stuttgart hat der ver.di Landesbezirksvorstand heute Mittag mit einer Aktion auf die dramatische Bedrohung der Pressevielfalt in Baden-Württemberg aufmerksam gemacht. Die Gewerkschaft kritisiert den größten Zeitungs-Konzern im Land, die Südwestpresse (SWP), der die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten verschlechtern wolle.
Ver.di Landesbezirksleiterin Maike Schollenberger sprach von einem „Frontalangriff“ auf baden-württembergische Journalisten. Immer mehr Beschäftigte sollen in die tariflose Tochtergesellschaft ZGS ausgegliedert werden, was zu schlechterer Bezahlung und unanständigen Einschüchterungen vor Streiks führe.
Der Konflikt spitzt sich bei den Firmentarifverhandlungen der ZGS GmbH zu. Nachdem es bereits im Juli 2025 zu einer Tarifeinigung gekommen war, lehnte die neue Geschäftsführung der ZGS nach der Übernahme durch die SWP/NPG Ulm die Einigung ab. Das kürzlich vorgelegte Vergütungsmodell der Geschäftsführung beinhaltet aus Sicht der Gewerkschaften keine verlässlichen Gehaltssteigerungen, zudem wird an der 40-Stunden-Woche festgehalten.
Schollenberger betonte, dass Qualitätspresse nur mit guten Arbeitsbedingungen möglich sei. Die Einkommensunterschiede zwischen tarifgebundenen und tariflosen Beschäftigten betragen laut Gewerkschaft bis zu 6.000 Euro im Jahr.















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