für den baden-württembergischen Handel
Die Gewerkschaft ver.di hat in Stuttgart die Tarifrunde 2026 für rund 690.000 Beschäftigte im Einzel- und Großhandel in Baden-Württemberg eingeläutet. Bei einer Konferenz von 170 Betriebsräten forderte die Gewerkschaft eine spürbare Verbesserung der Realeinkommen. Für den Einzelhandel verlangt ver.di eine pauschale Erhöhung der Löhne und Gehälter um 300 Euro im Monat. Im Groß- und Außenhandel fordert die Gewerkschaft ein Plus von sieben Prozent, mindestens aber 250 Euro sowie einen Stundenlohn von 14,90 Euro.
Bundesvorstandsmitglied Silke Zimmer kritisierte bei der Auftaktveranstaltung die aktuellen Arbeitsbedingungen scharf. Besonders im Einzelhandel, wo fast 70 Prozent der Angestellten in Teilzeit arbeiten, reichten die Einkommen oft kaum zum Leben. ver.di-Verhandlungsführer Wolfgang Krüger warnte zudem vor drohender Altersarmut in der Branche. Die Arbeitgeberseite steht den Forderungen bisher skeptisch gegenüber und verweist auf schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Die erste Verhandlungsrunde für den Großhandel ist für den 17. April in Stuttgart geplant, die Gespräche für den Einzelhandel beginnen eine Woche später in Sindelfingen.














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