Sinsheims Rat der Religionen lädt zur Tagung ein

Unter dem Motto Religionen gemeinsam für unsere Stadt – Zwischen Weltverantwortung und lokalem Handeln lädt der Sinsheimer Rat der Religionen am Donnerstag, 5. Mai 2022 zu seiner ersten Tagung in die Dr.- Sieber-Halle ein.

Entstanden ist der Sinsheimer Rat im Rahmen eines Landesprojektes, das die Gründung örtlicher Räte begleitet hat. Auf Initiative der städtischen Integrationsbeauftragten fanden sich in Sinsheim die evangelische und katholische Kirche, mehrere Freikirchen, sowie die Bahai-Gemeinde und die örtliche Moschee zusammen, um einen solchen Rat zu gründen. Aus Sicht der Sinsheimer Teilnehmenden sollte der Rat zuerst dem gegenseitigen Kennenlernen sowohl der agierenden Personen als auch der jeweils anderen Glaubensinhalte dienen. Ausgangspunkt war die Ausstellung der Stiftung Weltethos, die im Jahr 2018 viele Besucherinnen und Besucher ins Rathaus-Foyer gelockt hatte. Die Ausstellung stellt die unterschiedlichsten Glaubensrichtungen der Welt vor und zeigt den Gedanken des Theologen Hans Küng auf, dass sie alle auf einem gemeinsamen Ethos aufbauen. Die sogenannte Goldene Regel sagt aus, dass man sich seinen Mitmenschen gegenüber so verhalten soll, wie man selbst behandelt werden möchte. Sie findet sich in allen Traditionen wieder. Aktueller denn je ist hier der gemeinsame Einsatz für den Frieden als Konsequenz aus dieser Haltung.

Die jetzt anstehende Tagung dient einerseits zur Standortbestimmung des örtlichen Rates der Religionen, lotet aber auch aus, welche Wirkungen Räte der Religionen in unserer Gesellschaft entfalten können.

Fotos: Referent Ulrich Schneider und der Sinsheimer Rat bei der Unterzeichnung der Gemeinsamen Gründungserklärung am 4.3.2020

Am Nachmittag findet hierzu ein Podiumsgespräch mit Vertreterinnen und Vertretern von Räten aus Stuttgart, Karlsruhe, Ludwigsburg und dem Odenwald statt. In jeder Stadt hat sich eine eigene Form der Zusammenarbeit zwischen den Religionen herausgebildet. Die Runde wird von Dr. Theresia Beilschmidt moderiert, die bei der Stiftung Weltethos das Landesprojekt „Lokale Räte der Religionen“ zurzeit verantwortet.

Als Referent am Abend ist Ulrich Schneider eingeladen. Schneider stammt aus der Region und ist heute Geschäftsführer der Stiftung Friedensdialog der Weltreligionen und Zivilgesellschaft („Ring for peace“). Er wird zum Thema „Perspektiven der Zusammenarbeit zwischen Religionen und Zivilgesellschaft – auch in unruhigen Zeiten“ sprechen.

In einer zweiten Gesprächsrunde sind Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Institutionen dabei, die die gesellschaftliche Funktion von Räten der Religionen im Blick haben. Dies sind die Dialog-Beauftragte der Evang. Landeskirche in Baden Elisabeth Hartlieb, der Bundestagsabgeordnete Lars Castellucci und der Prorektor der Verwaltungshochschule Kehl Jürgen Kegelmann. In einer sogenannten Fishbowl-Diskussion werden sie mit Ulrich Schneider ins Gespräch kommen. Für Beiträge aus dem Publikum ist in einer solchen Runde ein Stuhl frei, der von Gästen der Veranstaltung abwechselnd besetzt werden kann.

Veranstaltet wird die Tagung vom Sinsheimer Rat der Religionen in Kooperation mit der Stadtverwaltung Sinsheim.

Es ist möglich die Tagung ganz oder teilweise zu besuchen. Entweder ab 15:30 Uhr (bis 21:00 Uhr) oder ab 18:30 Uhr.

Die teilnehmenden Religionsgemeinschaften stellen sich in den Pausen mittels einer kleinen Ausstellung vor.

Der Eintritt ist frei. Die Anmeldung erfolgt über ein Ticketing-System www.pretix.eu/RdRSinsheim.

Ab 25.04.22 steht die Integrationsbeauftragte Inge Baumgärtner für Rückfragen unter integration@sinsheim.de oder Tel. 07261 404-163 zur Verfügung.

Quelle: Dietlind Götz-Uhler

Datum

05 Mai 2022
Vorbei!

Uhrzeit

15:30

Veranstaltungsort

Dr.-Sieber-Halle Sinsheim, Friedrichstraße 17, 74889 Sinsheim

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